Kolumne von Martin Siegel

Fed-Chef Bernanke versteht Gold nicht (Teil 2)

Tagesbericht vom 11.10.13

Der Goldpreis verliert im gestrigen New Yorker Handel von 1.303 auf 1.286 $/oz. Heute Morgen erholt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong vorsichtig und notiert aktuell mit 1.291 $/oz um etwa 11 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien stabilisieren sich weltweit gegen den zurückfallenden Goldpreis.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Handelsblatt Online: "Zentralbanken sind schlechte Goldhändler" (Teil 2)

Das Handelsblatt schreibt: "Die Bilanz ist verheerend: Auf 545 Milliarden Dollar summiert sich der Wertverlust der Goldreserven nach Berechnungen des Börseninformationsdienstes Bloomberg seit 2011.

Kommentar: Die Wertverluste von 545 Mrd $ werden groß herausgestellt, während die Wertgewinne zwischen 1999 und 2011 in Höhe von 1.671 Mrd Dollar unterschlagen werden. Außerdem degradiert das Handelsblatt die Zentralbanken zu Zockerbuden. Ihre Aufgabe ist aber nicht, an den Finanzmärkten Gewinne zu erwirtschaften, sondern die Geldwertstabilität zu gewährleisten: "Der Gesetzgeber hat der Bundesbank die deutschen Währungsreserven anvertraut. Diese bestehen aus Gold, Devisen und Sonderziehungsrechten. Die Gegenleistung ist Geldwertstabilität" (Handelsblatt vom 17.02.2012).

"Unter Berücksichtigung der Inflation ist Gold fast nur die Hälfte dessen wert, was es 1980 mit 850 Dollar je Unze wert war: Auf Basis der Berechnungen der Fed von Minneapolis kommt Gold inflationsbereinigt auf 464 Dollar je Unze. "Bernanke hat mit seiner eigenen Art dargelegt, dass Gold zu viel Bedeutung zugemessen wird, da ist zu viel Hype", sagte Nouriel Roubini, Ökonomieprofessor an der New York University. "Gold ist keine Währung" (Handelsblatt).

Kommentar: 1. Alle Dinge werden inflationsbereinigt teurer, die Fed kommt jedoch zu der abenteuerlichen Behauptung, dass Gold inflationsbereinigt nach ihrer "Berechnung" wertloser geworden ist. 2. Bernanke wird von Roubini angeführt. Im selben Artikel bestätigt das Handelsblatt, dass Bernanke den Goldmarkt nicht versteht: "Im Juli hat Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats erklärt, dass "niemand den Goldpreis wirklich versteht und ich auf nicht vorgeben will, ihn wirklich zu verstehen". 3. Der Experte des Handelsblatts Roubini ist unglaubwürdig, da er mit seinen Prognosen in der Vergangenheit bezüglich des Goldes dokumentiert hat, dass er den Goldmarkt ebenfalls nicht versteht. So hatte Roubini noch 2009 einen Goldpreisanstieg über 1.500 $/oz für Unsinn erklärt. 4. Gold ist nicht nur eine Währung, Gold ist die beste Währung. Während Gold die Wertaufbewahrungsfunktion über 5.000 Jahre bewiesen hat, gibt es diese wichtige Währungsfunktion bei ungedeckten Papiergeldkreditwährungen praktisch nicht.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem unveränderten Dollar nach (aktueller Preis 30.661 Euro/kg, Vortag 31.156 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach heutiger Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung in den letzten Monaten wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf bis Ende Juni wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber gibt nach (aktueller Preis 21,61 $/oz, Vortag 21,99 $/oz). Platin stabilisiert sich (aktueller Preis 1.386 $/oz, Vortag 1.381 $/oz). Palladium entwickelt sich stabil (aktueller Preis 708 $/oz, Vortag 704 $/oz). Die Basismetalle können um etwa 1 % zulegen und setzten die Bodenbildung fort.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert nach einem freundlichen Handelsverlauf 0,3 % oder 0,3 auf 88,5 Punkte. Bei den Standardwerten fällt Yamana 3,2 % zurück. Barrick kann um 1,0 % zulegen. Bei den kleineren Werten fallen Entree 12,5 %, Carpathian 11,1 % (Vortag -33,3 %) und Gabriel 4,8 %. Banro erholen sich 8,3 %, Pretium 4,7 % und Exeter 4,3 %. Bei den Silberwerten verliert United 11,1 %. Wildcat können sich 7,0 % und Sabina 6,0 % verbessern.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel nachgebend. DRD fallen 3,4 % und Harmony 2,8 %.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen uneinheitlich. Hill End gibt 16,7 % nach. Tanami können 6,5 % und Tribune 6,2 % zulegen. Bei den Explorationswerten gibt Indochine 8,8 % ab. Bassari können 16,7 % und Alkane 14,3 % zulegen. Bei den Metallwerten gibt Discovery 6,5 % nach. Independence Group verbessert sich um 5,7 %.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 0,7 % auf 56,63 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Tribune (+6,2 %), Independence Group (+5,7 %) und Evolution (+4,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Allied Nevada (-4,1 %), Ramelius (-3,7 %) und DRD (-3,4 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 30.09.13 verliert der Fonds mit 9,5 % weniger als der Xau-Vergleichsindex, der um 12,6 % zurückfällt. Der Verlust seit Jahresbeginn erhöht sich damit auf 48,2 % und nähert sich dem Verlust des Xau-Vergleichsindex (-43,0 %) an. Das Fondsvolumen reduziert sich durch Kursverluste und Abflüsse von 12,3 auf 9,6 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 48,2 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 1,0 % auf 25,57 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Wildcat (+7,0 %) und Sabina (+6,0 %). Der Fonds dürfte sich heute parallel zum Hui-Vergleichsindex seitwärts entwickeln.

Auf Sicht der letzten 3 Jahre platziert sich der Fonds auf dem 11. Rang von 88 Fonds http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=3Y&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 30.09.13 verliert der Fonds mit 15,7 % stärker als der Hui-Vergleichsindex, der um 12,6 % nachgibt. Dennoch kann sich der Fonds seit dem Jahresbeginn mit einem Verlust von 42,6 % gegenüber dem Hui-Vergleichsindex (-47,8 %) noch relativ gut behaupten. Das Fondsvolumen fällt durch die Kursverluste und Rücknahmen von 25,1 auf 20,0 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 42,6 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 0,7 % auf 22,46 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Tribune (+6,2 %) und Evolution (+4,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Lake Shore (-4,0 %), Ramelius (-3,7 %) und DRD (-3,4 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 30.09.13 verliert der Fonds mit 8,4 % deutlich weniger als der Xau-Vergleichsindex, der um 12,6 % zurückfällt. Der Jahresverlust nähert sich mit 45,1 %, dem Verlust des Xau-Vergleichsindex (-43,0 %) weiter an. Das Fondsvolumen fällt durch die Kursverluste von 2,9 auf 2,7 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 45,1 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verliert 0,7 % auf 22,06 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Independence Group (+5,7 %) und Evolution (+4,1 %). Der Fonds dürfte heute gegen den TSX-Venture Vergleichsindex leicht nachgeben.

In der Auswertung zum 30.09.13 kann der Fonds um 4,5 % zulegen und entwickelt sich damit freundlicher als der TSX-Venture Vergleichsindex, der sich um 1,6 % verbessert. Der Verlust seit dem Jahresbeginn reduziert sich auf 41,7 %, bleibt aber immer noch deutlich hinter dem TSX-Venture Vergleichsindex, der seit dem Jahresbeginn um 24,9 % nachgibt. Das Fondsvolumen erhöht sich parallel zu den Kursgewinnen von 1,1 auf 1,2 Mio Euro. Zum Stichtag, den 30.09.13 hat der Stabilitas Gold& Resourcen Special Situations den Stabilitas Growth Small Cap steuerneutral übernommen.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 41,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Growth-Small Cap (A0LF6K) wurde am 30. September 2013 vom Stabilitas Gold + Resourcen Special Situations steuerneutral übernommen.

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