Silber: Indien dominiert 2013 den Markt

Silber: Indien dominiert 2013 den Markt

Bei Indien denkt man, wenn von Edelmetallen die Rede ist, in erster Linie an die Goldkäufe der Bevölkerung. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Wie Sprott Asset Managements Autor David Franklin erhoben hat, haben die Silberkäufe bereits ein bemerkenswertes Ausmaß angenommen.

Die letzten Daten, die ihm von Metals Focus Ltd. zugemittelt wurden, zeigen, dass im 2. Quartal 2013 Silber im Wert von USD 1,78 Mrd. erworben wurde. Dies bedeutet eine Steigerung von 311% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Natürlich ist dies wertmäßig noch weit weg von den rd. 400 Tonnen, die Indien im gleichen Quartal an Gold importierte, aber es zeigt sehr deutlich den Trend auf, dass Silber in Indien vermehrt als durchaus angesehene Alternative zu Gold gesehen wird.

Deutlicher wird dieser Trend noch, wenn man die im ersten Halbjahr gekauften 3.015 Tonnen Silber aufs Jahr hochschätzt und somit rund 6.000 Tonnen erwarten kann. Vergleicht man nun die gesamte Weltproduktion von Silber im Jahr 2012 mit 24.478 Tonnen mit den erwarteten 6.000 Tonnen, die alleine Indien dieses Jahr erwerben wird, so zeichnet der aktuelle Kaufboom in Indien für rd. 25% Absatz der weltweiten Gesamtproduktion verantwortlich.

Doch noch eine wesentliche Änderung des Marktes hat die Auswertung der Daten zusätzlich ergeben: Kamen bislang die Silberlieferungen nach Indien überwiegend aus Großbritannien, der Schweiz und China, so werden neuerdings Lieferungen aus allen Ecken der Welt beobachtet. Vielfach sogar aus Ländern, die bislang noch nie Silber an Indien geliefert hatten.

Robert Prior-Wandesforde, Leiter für Regionalwirtschaft bei der Credit Suisse, sieht für heuer ebenfalls ein weiteres starkes Argument für Käufe von Edelmetallen. Nach einem sehr durchwachsenen Erntejahr 2012 dürften die Erträge heuer rd. 11% höher ausfallen. Dafür zeichnet nicht nur die weniger heftige Regenzeit verantwortlich, sondern vor allem die Tatsache, dass die Regierung die Landwirtschaft unter anderem auch mit Düngerlieferungen stark subventioniert. Erwartet man nun im Durchschnitt eine 8%ige Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft, so wächst dadurch die Wirtschaftsleistung des Landes um beachtliche 1,1%. Wenn man nun berücksichtigt, dass den Landwirten heuer dadurch mehr Erträgnisse zufließen werden, und die Landwirtschaft generell mehr als 50% aller indischen Arbeitnehmer beschäftigt, so werden genügend Mittel frei, um das traditionelle Kaufverhalten der Bevölkerung zusätzlich zu fördern.

Betrachtet man den Chart der Silberpreisentwicklung, so würde man kaum vermuten, dass durch Indien ein immenser Trend ins Rollen gebracht wurde. Es grenzt an ein Wunder, dass der Markt darauf noch nicht dementsprechend reagiert hat, denn Käufe von rd. 25% der Jahresweltproduktion dieses Metalls sollten für normal ihren Niederschlag im Preis finden.

Hält dieser Trend an, und daran kann nicht gezweifelt werden, so wird der Markt kaum umhin können, dies in Kürze zu honorieren. Auf der anderen Seite eröffnet diese Aussicht für Investoren Chancen, die es Wert sind, die eigene Investitionsstrategie neu auszurichten und Silber in die Überlegungen mit einzubeziehen.

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