Nachdem der US-Kongress in den letzten drei Jahren immer in letzter Minute doch noch eine Lösung gefunden hatte, konnten Republikaner und Demokraten sich dieses Mal nicht mehr einigen. Die Deadline zur Verabschiedung eines neuen Budgets für die US-Regierungen verstrich ungenutzt.

Damit befindet sich die US-Regierung im so genannten „shut down“. Das bedeutet, das Weiße Haus musste kurz nach Mitternacht seine Behörden anweisen, den überwiegenden Teil ihrer Aktivitäten einzustellen. Zuvor waren Demokraten und Republikaner nicht in der Lage gewesen, trotz hitziger Debatten sich über die Ausgabenpolitik der Regierung und vor allem die Obamacare genannte Krankenversicherung zu einigen.

Damit stehen die US-Märkte, die zuletzt ohnehin an Schwung verloren hatten vor einem weiteren Test. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die nächste Deadline bereits in Kürze ansteht. Die US-Parlamentarier müssen in den kommenden zwei Wochen nämlich eine Anhebung der Schuldenobergrenze beschließen, oder die USA wären faktisch zahlungsunfähig – ein nie dagewesenes Ereignis.

Der aktuelle „shut down“ hat erst einmal zur Folge, dass mehr als 800.000 der 2,9 Mio. Regierungsangestellten in den unbezahlten Urlaub geschickt werden. Essenzielle Funktionen wie der Polizeiapparat oder die Kontrolle des Flugverkehrs werden aufrechterhalten, aber zum Beispiel die Steuerbehörden, Nationalparks und viele andere Regierungsstellen müssen schließen.

Ob der Goldpreis von dieser Situation profitieren und eine Rallye hinlegen kann – in seiner Funktion als Sicherer Hafen – bleibt noch abzuwarten. Erst einmal verteuerte sich der Preis für eine Unze des gelben Metalls leicht auf rund 1.335 USD pro Unze.

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