Der Goldpreis setzt den leichten Aufwärtstrend des gestrigen Späthandels fort. Weitere Short-Eindeckungen, Schnäppchenjäger und charttechnische Faktoren, lassen den Spotpreis für das gelbe Metall auf derzeit rund 1.337 USD pro Unze steigen.

Am gestrigen Mittwoch veröffentlichte US-Wirtschaftsdaten lagen leicht über den Erwartungen. Ein Vorabbericht zum Auftragseingang bei den langlebigen Gütern zeigte eine leichte Verbesserung und der Verkauf neuer Häuser stieg auf ein Mehrmonatshoch. Die Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten zeigten sich zuletzt durchwachsen. Einige Berichte deuteten auf ein moderates Wachstum hin, während andere Zahlen auf eine anhaltende Stagnation hinwiesen. Das scheint die Entscheidung der US-Notenbank zu stützen, ihr Stimulusprogramm für die US-Wirtschaft in Höhe von 85 Mrd. USD pro Monat zunächst fortzusetzen ­ zumindest für eine Weile.

In den Vordergrund rücken dürfte nun aber das US-Budget und das drohende Reißen der Schuldengrenze. Sollte es nicht gelingen, bis Ende des Monats ein Budget zu verabschieden, müsste die US-Regierung ihre Arbeit zumindest zum Teil einstellen. Darüber hinaus werden die US-Schulden voraussichtlich Mitte Oktober an die festgelegte Obergrenze stoßen. Das könnte sich in den kommenden Wochen negativ auf die Märkte auswirken, da es bereits Spekulationen gibt, dass die US-Regierung zumindest für eine kurze Zeit ihre Arbeit einstellen wird. Die Frage ist, ob Gold in diesem Fall dem Rohstoffsektor insgesamt in die Tiefe folgt, oder als Sicherer Hafen fungiert und eine Rallye hinlegt.

Charttechnisch gesehen schlossen die Dezember-Goldfutures am gestrigen Mittwoch nahe des Tageshochs. Doch kurzfristig haben die Bullen noch Arbeit vor sich, damit der Goldpreis weiter aufwärts tendieren könnte. Noch, so Experten haben insgesamt die Bären die Oberhand.

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