Kolumne von Björn Junker

Rückschlag: Goldpreis fällt in Richtung 1.300 US-Dollar

Zum Ende der Woche weiten sich der Verluste beim Goldpreis aus. Bereits am gestrigen Donnerstag war der Preis für eine Unze des gelben Metalls deutlich eingebrochen und hatte den US-Handel bei 1.321 US beendet. Im frühen europäischen Handel setzt sich die Talfahrt erst einmal fort. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels betrug der Goldpreis gut 1.316 USD pro Unze.

Der Abwärtstrend wurde durch mehrere Faktoren ausgelöst und befeuert. So verdüsterte sich bereits im Wochenverlauf das charttechnische Bild, was zu weiteren Verkäufen führte. Hinzu kam, dass die Risikobereitschaft vieler Anleger stieg, was ebenfalls ein negativer Faktor für Gold, den "Sicheren Hafen" ist. Auch besser als erwartet ausgefallene wöchentliche Anträge auf Arbeitslosengeld in den USA trugen zu dem Goldpreisrückgang bei.

Überraschend waren letztere in der letzten Berichtswoche um 31.000 zurückgegangen und damit auf den niedrigsten Wert seit 2006. Allerdings teilte das US-Arbeitsministerium kurz darauf mit, dass diese Zahl nicht korrekt sei, da es bei den Meldungen einiger Bundesstaaten Probleme gegeben habe. So hätten unter anderem zwei Bundesstaaten ihre Zahlen gar nicht gemeldet, die damit auch nicht in dem Bericht enthalten seien. Dennoch nahm der Verkaufsdruck nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten weiter zu.

Auch die sinkende Risikoaversion der Anleger trug ihren Teil zum Goldpreisrückgang bei. Die – allerdings noch unkonkrete – Aussicht auf eine politische Lösung in der Frage der syrischen Chemiewaffen führte dazu, dass Wetten auf einen steigenden Goldpreis bei einem möglichen US-Militärschlag wieder zurückgenommen wurden.

Viele Händler und Anleger werfen zudem schon einen Blick in die nähere Zukunft. Denn kommende Woche steht das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank an. Eine Mehrheit der Marktteilnehmer glaubt, dass die Fed das zum Anlass nehmen wird, anzukündigen, dass sie ihre Anleihekäufe, die derzeit ein Volumen von 85 Mrd. USD im Monat haben, reduzieren wird. Der aktuelle Verkaufsdruck auf die Edelmetalle könnte auch daher stammen, dass einige Anleger und Händler diesen Schritt bereits vorwegnehmen.

Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch allerdings glauben, dass, sollte die Fed weniger deutliche Kürzungen vornehmen, als vom Markt erwartet, der Goldpreis kurzfristig eine Rallye hinlegen könnte. (Wir berichteten.)

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