Gold-Aktien: Übertriebene Kursstürze an der Börse

Gold-Aktien: Übertriebene Kursstürze an der Börse

Die Unsicherheit scheint zurück im Goldmarkt. Nachdem sich die Feinunze des Edelmetalls in den vergangenen Wochen deutlich erholt hat, es ging von 1.180 Dollar auf knapp 1.434 Dollar nach oben, werden seit Ende August Gewinne mitgenommen. Obwohl der Rückschlag bisher moderat ausfällt und Gold lediglich einen Pullback erlebt, scheuen die Akteure Risiken. Das war zu erleben, als die Entspannung in der Syrien-Krise den Goldpreis und insbesondere Goldaktien unter Druck gebracht hat.

Doch der Blick auf die Charttechnik der Feinunze zeigt, dass derzeit zu große Nervosität nach der Erholung noch fehl am Platze ist. Viel passiert ist nicht, das zeigt der Blick auf den Kursverlauf. Der Goldpreis ist an einer Widerstandszone zwischen 1.424 Dollar und dem Bereich um 1.440/1.450 Dollar hängen geblieben, worauf Gewinne mitgenommen wurden. Bisher wurden allerdings nach der Umkehr bei 1.434 Dollar keine relevanten charttechnischen Unterstützungszonen unterschritten. Im Gegenteil: Eine breitere Zone um 1.340/1.356 Dollar hat die Abwärtsbewegung erst einmal aufgehalten. Am Mittwochvormittag kommt diese Zone bei Goldpreisen zwischen 1.364 Dollar und 1.368 Dollar bisher noch nicht ins Blickfeld, nachdem der obere Bereich der Unterstützung zuletzt zwei Mal getestet wurde.

Das könnte eigentlich Entspannung signalisieren, denn die jüngsten Verluste beim Goldpreis seit Ende August sind bisher nichts anderes als typische Konsolidierungsbewegungen, wie sie an der Börse alltäglich sind. Doch gerade bei den Goldaktien ist alles andere als Entspannung zu sehen. Ein paar Beispiele unter den "Blue Chips": Barrick Gold ist in den vergangenen Tagen an der New Yorker Börse nach einer Aufwärtsbewegung von 13,43 Dollar auf 21,20 Dollar seit Ende August auf gestern erreichte 18,28 Dollar eingebrochen. Deutliche Verluste sind auch bei der Aktie von Goldcorp zu sehen: Der Aktienkurs des Konzerns hatte sich von 22,22 Dollar auf Ende August erreichte 32,15 Dollar verteuert, ist seitdem aber auf gestern gemeldete 27,07 Dollar zurück gefallen. Die halbe Aufwärtsbewegung des Papiers wurde also wieder ausgelöscht, obwohl der Goldpreis nicht mehr als eine normale Konsolidierung vollzogen hat.

Natürlich darf bei den Bewegungen eine alte Weisheit nicht vergessen werden. Goldaktien bewegen sich gerne volatiler als der Feinunzenpreis des Edelmetalls, das sie fördern. Das hat viele Gründe, insbesondere in den letzten Quartalen belasteten enorme Abschreibungen auf Projekte und die enormen Kostensteigerungen die Aktienkurse der Branche. Der vom Top des Jahres 2011 deutlich gefallene Goldpreis kommt hinzu. Viel Geld wurde verloren, nicht nur bei den "Blue Chips" des Goldsektors, sondern auch bei den Junior-Minern. Vor diesem Hintergrund mag es verständlich sein, dass der Markt die spürbaren Gewinne der vergangenen Wochen ins Trockene bringen will. Zumal Nachrichten wie ein deutlicher Rückgang der Goldimporte Indiens nicht gerade Optimismus für die Nachfrage nach dem Rohstoff schüren. Nervöse Kommentare in den Medien kommen hinzu.

Doch der Markt könnte übertrieben haben. Ob es wirklich so ist, wird nicht zuletzt von der Goldpreisentwicklung der kommenden Tage abhängen. Bestätigt sich das Szenario, dass der Goldpreis nur eine Konsolidierung durchläuft, könnte der Trend schon bald wieder nach oben schwenken. Ob in Syrien ein Militärschlag der USA mit den Zugeständnissen der Assad-Regierung in Sachen Chemiewaffen bereits abgewendet wurde, muss mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Die weiteren Verhandlungen auf dem diplomatischen Parkett werden alles andere als einfach. Schnell kann die Drohkulisse einer militärischen Konfrontation der USA mit Syrien wieder stark aufflammen. Gold wäre dann wieder für viele Investoren ein sicherer Hafen.

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