Mit bis zu USD 2 Mrd. setzt China seinen Fuß in den erst seit Juli 2013 bestehenden neuen Staat. Bergbau, Infrastruktur- und Landwirtschaftsprojekte sollen damit angekurbelt werden. Dies vermeldete Anfang dieser Woche Stephen Dhieu Dau, südsudanesischer Minister für Erdöl und Bergbau.

Gleichzeitig arbeiten China und Südsudan an einer durch China mit 43 Mio. USD finanzierten ersten geologischen Studie, um Möglichkeiten zu erarbeiten, künftig Minenlizenzen für Öl, Gold, Kupfer und Eisen vergeben zu können. Bislang beschränkte sich der Abbau der nationalen Ressourcen hauptsächlich auf Kleinminen von Abenteurern und Einheimischen.

Unter dem neuen Bergbaugesetz vom April 2013 kann nun um eine 5-jährige Explorerlizenz angesucht werden, die zweimal um weitere 5 Jahre verlängert werden kann. Für ein Projektareal von maximal 2.500 km² werden 25-jährige Minengenehmigungen erteilt.

Der chinesische Botschafter Ma Qiang erklärte gegenüber Reportern von Reuters: „Wir wollen die Freundschaft und gute Beziehung zum Südsudan fördern, um chinesischen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten an der Entwicklung des Landes teilzunehmen“.

Bislang stellte der Ölexport zwar eine der Haupteinnahmen des Landes dar, ist und war aber immer mit Problemen verbunden, da man abhängig vom Nachbarn Sudan ist, mit dem man Krieg führte, der aber die Raffinerien besitzt und auch für den Weitertransport des Öls sorgte. China wird sicher auch, schon alleine, weil sie seit langer Zeit mit Sudan im Ölgeschäft verbunden ist, Mittel und Wege finden, sich hier stärker zu engagieren.

Der Südsudan ist ein vom Sudan abgespaltener neuer Staat, der nach 5 Jahrzehnten Krieg seine Souveränität erlangte und nun als 54. Staat Afrikas geführt wird.

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Quelle: nationalflaggen.de

Der neue Staat, mit Juba als Hauptstadt, ist mit rd. 169.000 km² in etwa so groß wie Frankreich, mit knapp über 8 Mio. Einwohnern der Bevölkerung Österreichs ähnlich und wird als Republik geführt.

An den bisherigen Aktivitäten ist klar erkennbar, dass China vor allen anderen Ländern seine Chancen sucht und nutzt, sich langfristig in neuen Hoffnungsgebieten zu etablieren um an Rohstoffe zu gelangen und chinesischen Unternehmen Raum für Expansion zu schaffen. Über Bergbau, Landwirtschaft und Infrastruktur werden in Zukunft sicher noch viele Milliarden Dollar bereitgestellt werden, um Chinas Position in diesem Land zu festigen.