Kolumne von Björn Junker

Wirtschaftsentwicklung im Vordergrund: Goldpreis nach US-Wirtschaftsdaten unter Druck

Der Goldpreis erlitt am gestrigen Donnerstag deutliche Verluste. Besser als erwartet ausgefallene US-Wirtschaftsdaten setzten den Preis für eine Unze des gelben Metalls unter Druck. Das ließ auch den US-Dollar-Index deutlich steigen, was ebenfalls Druck auf die Edelmetallmärkte ausübte. Der Spotpreis lag zu Handelsschluss bei 1.371,25 USD. Das ist ein Rückgang von 20,90 USD.

Der US-Einkaufsmanagerindex wies im August einen Stand von 58,6 Punkten auf nach 56,0 Punkten im Juli – was die Erwartungen deutlich übertraf. Auch die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosengeld fielen niedriger aus als erwartet. Der nationale Beschäftigungsbericht von ADP brachte keine Überraschungen und zeigte, dass in den USA im vergangenen Monat 176.000 Stellen geschaffen wurden.

Über Nacht hielt die japanische Zentralbank an ihrer Geldpolitik fest, was ebenfalls erwartet worden war. Genauso die Bank of England und die Europäische Zentralbank – auch hier waren die Beobachter nicht überrascht. Auf dem G20-Gipfel in St. Petersburg konnte US-Präsident Barrack Obama den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht überzeugen, seine ablehnende Haltung zu einem Militärschlag gegen Syrien aufzugeben. Die USA wollen nun im Alleingang handeln, wenn die Abgeordneten Obamas Plänen zustimmen.

Die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten dieser Woche werden am Morgen amerikanischer Zeit mit dem US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Viele Marktbeobachter rechnen damit, dass dieser zu einer Entscheidung der US-Notenbank darüber führen wird, ob und wann diese beginnen wird, den Märkten und der US-Wirtschaft nach und nach den Geldhahn zuzudrehen. Die Prognosen liegen für die Schaffung neuer Stellen außerhalb der Landwirtschaft für August bei 175.000. Zudem wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote unverändert bei 7,4% liegt. Der Arbeitsmarktbericht wird 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit veröffentlicht. Direkt danach dürfte an den Märkten aktiver Handel zu beobachten sein.

Die Märkte sind zwar immer noch besorgt angesichts der Möglichkeit eines Militärschlags der USA gegen Syrien, doch stehen zunächst offenbar die aktuellen Wirtschaftsdaten im Vordergrund. Der US-Kongress scheint die Angriffspläne von Präsident Obama zu großen Teilen zu billigen. Es ist aber unwahrscheinlich, dass es noch diese Woche zu einem Militärschlag kommt, da die Diskussionen im Abgeordnetenhaus und die Abstimmung über einen Beschluss erst kommende Woche abgeschlossen werden dürften.


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