Kolumne von Martin Siegel

Syrien: Gold fällt, Bankaktien steigen

Tagesbericht vom 05.09.13

Der Goldpreis verliert im gestrigen New Yorker Handel von 1.404 auf 1.392 $/oz. Heute Morgen bleibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong unter Druck und notiert aktuell mit 1.384 $/oz um etwa 22 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die nordamerikanischen Goldminenaktien entwickeln sich relativ stabil, die australischen Werte geben heute Morgen nach.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

US-Senatsausschuss für auswärtige Beziehungen stimmt für einen US-Einsatz in Syrien. Das Ziel des Einsatzes ist es, das "Momentum auf dem Schlachtfeld" zu drehen und Waffen an die syrischen Rebellen zu liefern. Die russischen Warnungen, dass ausgerechnet die Al-Kaida als wichtigste militärische Säule des Aufstands gestärkt wird, werden ignoriert. Die Aussicht auf eine deutliche Verlängerung und mögliche Ausweitung des Syrienkonflikts belastet den Goldpreis, der wieder unter die 1.400 $/oz-Marke fällt. Militärische Konflikte führen zu einer dramatischen Reduzierung des Wohlstands in den betroffenen Regionen und zu verminderten Goldkäufen. Es sind sogar Not-Goldverkäufe zu erwarten. Dagegen können vor allem die US-Banken im gestrigen New Yorker Handel zulegen. JP Morgan steigt um 2,9 %, die Bank of America um 2,5 %. Banken profitieren von der Finanzierung der geplanten Waffenlieferungen, die von verschuldeten Staaten durch Kredite finanziert werden und von der Vergabe von Krediten für den Wiederaufbau nach dem Ende der Konflikte.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis fällt der Goldpreis bei einem stabilen zurück (aktueller Preis 33.803 Euro/kg, Vortag 34.335 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach heutiger Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung in den letzten Monaten wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf bis Ende Juni wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber gibt nach (aktueller Preis 23,25 $/oz, Vortag 23,88 $/oz). Platin fällt zurück (aktueller Preis 1.489 $/oz, Vortag 1.531 $/oz). Palladium entwickelt sich schwächer (aktueller Preis 689 $/oz, Vortag 716 $/oz). Die Basismetalle bleiben unter Druck und verlieren zwischen 1 und 2 %.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verbessert sich um 0,1 % oder 0,1 auf 104,8 Punkte. Die Standardwerte zeigen sich wenig verändert. Bei den kleineren Werten können Entree 6,1 %, Eco Oro 5,1 % und Northern Dynasty 5,0 % zulegen. Endeavour fallen 9,6 %, Orezone 7,3 % und Atna 7,1 % zurück. Bei den Silberwerten verbessern sich Arian 6,5 % und Hochschild 3,7 %. United fallen 33,3 %, Kimber 18,5 % und Wildcat 5,2 % zurück.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel wenig verändert. Harmony zieht sprunghaft um 10,5 % an.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen schwächer. Bei den Produzenten fallen Norton 23,5 %, Endeavour 9,4 % und Saracen 7,6 %. Gegen den Trend können Citigold 7,8 % und Teranga 3,9 % zulegen. Bei den Explorationswerten ziehen Northern Mining 36,4 %, Arc 20,0 % und Drake 16,7 % an. Die Metallwerte präsentieren sich wenig verändert.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 0,1 % auf 66,87 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Castle (+14,3 %), Allied Nevada (+4,2 %) und Teranga (+3,9 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Endeavour (-9,4 %), Saracen (-7,6 %) und Medusa (-7,5 %). Der Fonds dürfte sich heute parallel zum Xau-Vergleichsindex seitwärts entwickeln.

In der Auswertung zum 31.08.13 erholt sich der Fonds um 16,1 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 6,6 % zulegen kann. Damit kann der Fonds die Übertreibung der australischen Werte nach unten zum Ende des Geschäftsjahres (30.06.13) wie schon im Juli weiter ausgleichen. Seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds mit einem Verlust von 42,8 % noch hinter dem Xau-Vergleichsindex zurück (-34,7 %). Die Entwicklung in den Jahren 2009 und 2010 zeigte, dass der Fonds in der Lage ist, diese Unterbewertung in einer Aufwärtsbewegung auszugleichen und sogar zu überkompensieren. Das Fondsvolumen steigt durch die Kursgewinne und Zuflüsse um fast 50 % von 8,3 auf 12,3 Mio Euro an.

Gewinn im Jahr 2007: 12,5 %
Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 42,8 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verbessert sich um 1,8 % auf 33,09 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Hochschild (+3,7 %) und MAG (+2,6 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Kimber (-18,5 %), Wildcat (-5,2 %) und Silver Bull (-4,7 %).

Auf Sicht der letzten 3 Jahre arbeitet sich der Fonds auf den 3. Platz von 89 Fonds nach oben: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=3Y&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 31.08.13 erholt sich der Fonds mit einem Gewinn von 15,4 % deutlich stärker als der Hui-Vergleichsindex, der um 4,1 % zulegt. Seit dem Jahresbeginn präsentiert sich der Fonds mit einem Verlust von 31,9 % besser als der Hui-Vergleichsindex, der um 40,2 % zurückfällt. Das Fondsvolumen erholt sich durch Zuflüsse und Kursgewinne von 19,6 auf 25,1 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2007: 5,9 %
Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 31,9 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verbessert sich um 1,4 % auf 26,15 Euro. Bester Fondswert ist heute G-Resources (+3,9 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Norton (-23,5 %), Endeavour (-9,4 %) und Saracen (-7,6 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.08.13 verbessert sich der Fonds um 12,6 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 6,6 % zulegt. Seit dem Jahresbeginn reduziert sich der Verlust auf 40,0 % und reduziert den Abstand zum Verlust des Xau-Vergleichsindex (-34,7 %). Das Fondsvolumen erhöht sich durch Kursgewinne und Zuflüsse von 2,4 auf 2,9 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2006: 47,0 %
Verlust im Jahr 2007: 19,3 %
Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 40,0 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 1,5 % auf 23,17 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Voyager (+40,0 %), Haranga (+9,8 %) und Mt Magnet (+7,7 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Endeavour (-9,6 %) und Saracen (-7,6 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Hui-Vergleichsindex zulegen.

In der Auswertung zum 31.08.13 verliert der Fonds 4,1 % und entwickelt sich damit schlechter als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 0,5 % zulegen kann. Der Verlust seit dem Jahresbeginn erhöht sich auf 44,2 % (TSX-Venture Vergleichsindex: -26,1 %). Das Fondsvolumen bleibt mit 1,1 Mio Euro unverändert. Zum Stichtag, den 30.09.13 wird der Stabilitas Gold& Resourcen Special Situations den Stabilitas Growth Small Cap steuerneutral übernehmen.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 44,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Growth-Small Cap (A0LF6K) verliert 0,1 % auf 14,47 Euro. Bester Fondswert ist heute Canyon (+7,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Saracen (-7,6 %), St Barbara (-6,6 %) und Gold Road (-6,0 %). Der Fonds dürfte sich heute parallel zum Hui-Vergleichsindex seitwärts entwickeln.

In der Auswertung zum 31.08.13 verzeichnet der Fonds einen Gewinn von 11,7 % und erholt sich damit deutlich besser als der Hui-Vergleichsindex, der um 4,1 % zulegt. Der Verlust seit dem Jahresbeginn reduziert sich auf 44,3 %, bleibt aber noch hinter dem Verlust des Hui-Vergleichsindex zurück (-40,2 %). Das Fondsvolumen erhöht sich parallel zu den Kursgewinnen von 1,0 auf 1,1 Mio Euro. Der Stabilitas Growth-Small Cap wird zum Stichtag, den 30.09.13 vom Stabilitas Gold + Resourcen Special Situations steuerneutral übernommen.

Verlust im Jahr 2008: 58,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 17,7 %
Gewinn im Jahr 2010: 29,2 %
Verlust im Jahr 2011: 50,7 %
Verlust im Jahr 2012: 24,7 %
Verlust im Jahr 2013: 44,3 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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