Ein US-amerikanischer Hedge-Fonds erneuert seine Forderung nach grundlegenden Veränderungen bei Barrick Gold (WKN 870450). Das Unternehmen soll zerschlagen werden und zudem einen Bergbauingenieur und einen Geologen in sein Board of Directors aufnehmen.

Mike Morris, Chef und Gründer von Two Fish Management, erklärte am Mittwoch, dass es keinen wirklichen Grund für Barrick gebe, ein weltweit verstreutes Konglomerat von Goldminen zu betreiben. Seiner Ansicht nach verpasst der Markt Barrick insbesondere auf Grund dieser Struktur einen deutlichen Abschlag.

Two Fish hatte bereits im April Veränderungen von Barrick verlangt. Seitdem hat der Konzern seine Tochtergesellschaft Barrick Energy für insgesamt 455 Mio. Dollar abgestoßen und drei Minen mit hohen Kosten in Western Australia an die südafrikanische Gold Fields (WKN 856777) verkauft. Dafür strich man noch einmal 300 Mio. Dollar ein.

Doch Morris und Two Fish wollen mehr. Und deshalb hat der Hedge-Fonds eine neue, umfangreiche Präsentation vorgelegt, in der die angeblich nötigen Veränderungen detailliert dargestellt werden. Barrick sei schließlich und endlich ein kanadisches Unternehmen, so Two Fish. Und einer der größten Minenkonzerne weltweit solle doch bitte einen Geologen und einen Ingenieur in seinem Board (ähnlich einem Aufsichtsrat) haben.

Die Beteiligung von Two Fish an Barrick ist allerdings vergleichsweise gering und hauptsächlich über Call-Optionen erfolgt. Doch Morris erklärte, er hoffe, einige der größten kanadischen institutionellen Aktionäre, darunter mehrere der Großbanken des Landes, die einen erheblichen Anteil an Barrick halten, mit ins Boot holen zu können.

Barrick, einer der größten Goldproduzenten überhaupt, hatte zuletzt mit Problemen auf seinem Großprojekt Pascua-Lama in Chile und Argentinien und dem gesunkenen Goldpreis zu kämpfen. Der Konzern erklärte am gestrigen Mittwoch, dass man fortlaufend alle Möglichkeiten begutachte, die Stärken des Unternehmens in höhere Renditen für die Aktionäre umzumünzen.

Der Konzern hat bereits Maßnahmen ergriffen, um seine operativen Kosten zu senken. Dazu gehört die Reduzierung der geplanten Investitionen und der Mitarbeiterzahl. Barrick erklärte, dass man die Kosten 2013 und 2014 um 1,5 bis 1,8 Mrd. Dollar senken wolle, indem man die Investitionen kürzen und weitere Mitarbeiter entlassen werde.

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.