Kolumne von Martin Siegel

Syrienkrise belastet Gold

Tagesbericht vom 30.08.13

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.412 auf 1.407 $/oz nach. Heute Morgen fällt der Goldpreis im frühen Londoner Handel unter die 1.400 $/oz-Marke und notiert aktuell mit 1.397 $/oz um etwa 12 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien zeigen sich stabil bis freundlich.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

NSA überwacht 75 % des US-Internetverkehrs.

Geheimdienstleute überwachen die Zerstörung von Festplatten im Keller der Redaktion des "Guardian". Großbritanniens Premier soll die Razzia angeordnet haben.

NSA spioniert auch die Uno aus.

Amerikaner und Briten treiben Pläne für einen Militärschlag gegen Syrien voran.

Angeblich 1.300 Tote in Syrien.

Beweise für Giftgasangriff gesucht. USA verstärken Mittelmeerflotte.

Kommentar: In den letzten Tagen haben die Meldungen aus Syrien andere Meldungen verdrängt.

Aus einem aktuellen Interview:

Welchen Einfluss hat die Syrien-Krise? Treibt sie den Preis weiter nach oben oder ist das nur ein temporärer Effekt?

Die Syrien-Krise wirkt sich extrem negativ auf den Goldpreis aus. Wie beim Krieg gegen Afghanistan und den Irak sinkt die Goldnachfrage in der Kriegsregion dramatisch, weil Wohlstand zerstört wird. Auch in den kriegführenden Ländern sinkt der Wohlstand wegen der Fehlallokation von Steuergeldern in die Rüstungsindustrie, die zu höheren Schulden führt. Auf der anderen Seite ist klar zu sehen, wie sich die steigende Goldnachfrage in Regionen wie China und Indien, die derzeit nicht durch militärische Konflikte betroffen sind und in denen der Wohlstand wächst, positiv auf den Goldpreis auswirkt.

Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis gegen den stärkeren Dollar nach (aktueller Preis 33.910 Euro/kg, Vortag 34.132 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach heutiger Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung in den letzten Monaten wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf in den letzten Wochen wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber fällt zurück (aktueller Preis 23,52 $/oz, Vortag 24,04 $/oz). Platin gibt nach (aktueller Preis 1.512 $/oz, Vortag 1.524 $/oz). Palladium entwickelt sich abwärts (aktueller Preis 732 $/oz, Vortag 741 $/oz). Die Basismetalle verlieren zwischen 1 und 2 %.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex dreht zum Handelsschluss in die Pluszone und schließt mit einem Gewinn von 0,5 % oder 0,5 Punkten bei 104,8 Punkten. Bei den Standardwerten erholen sich Yamana 2,5 % und Barrick 2,1 %. Bei den kleineren Werten ziehen Mc Ewen 12,6 %, Aura 10,0 % und Guyana 5,9 %. Atna fallen 11,6 %, Volta 7,5 % und Orezone 6,6 % zurück. Bei den Silberwerten steigen United 44,4 %, Hochschild 7,7 % und MAG 5,5 %. Arian fallen 11,1 %, Wildcat 8,6 % und Aurcana 5,9 %.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel seitwärts. DRD kann um 5,1 % zulegen.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich heute Morgen freundlicher. Bei den Produzenten steigen Saracen 12,2 %, Perseus 9,9 % und St Barbara 8,8 %. Hill End geben 10,0 % und Troy 4,3 % nach. Bei den Explorationswerten erholt sich Emmerson um 13,7 %. Augur fällt 10,0 % zurück. Bei den Metallwerten erholen sich Perilya 12,8 % und Rex 11,6 %.

Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verbessert sich um 0,3 % auf 68,80 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Saracen (+12,2 %), St Barbara (+8,8 %) und Guyana (+5,9 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Troy (-4,3 %) und Excelsior (-4,2 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Xau-Vergleichsindex zurückfallen.

In der Auswertung zum 31.07.13 erholt sich der Fonds um 24,2 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 15,2 % zulegen kann. Damit kann der Fonds die Übertreibung der australischen Werte nach unten zum Ende des Geschäftsjahres (30.06.13) teilweise ausgleichen. Dabei konnte zudem der nochmals schwächere australische Dollar kompensiert werden, der sich mittelfristig positiv auf die Ergebnisse der australischen Minen auswirken wird. Seit dem Jahresbeginn bleibt der Fonds mit einem Verlust von 50,7 % noch deutlich hinter dem Xau-Vergleichsindex zurück (-38,5 %). Die Entwicklung in den Jahren 2009 und 2010 zeigte, dass der Fonds in der Lage ist, diese Unterbewertung in einer Aufwärtsbewegung auszugleichen und sogar zu überkompensieren. Das Fondsvolumen erholt sich durch Zuflüsse und Kursgewinne von 6,3 auf 8,3 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2007: 12,5 %
Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 50,7 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 1,4 % auf 32,49 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Hochschild (+7,7 %), MAG (+5,5 %) und Bear Creek (+4,2 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Wildcat (-8,6 %), Aurcana (-5,9 %) und Aurcana (-4,2 %). Der Fonds dürfte heute parallel zum Hui-Vergleichsindex leicht zulegen.

Auf Sicht der letzten 3 Jahre arbeitet sich der Fonds auf den 3. Platz von 89 Fonds nach oben: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=3Y&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 31.07.13 erholt sich der Fonds mit einem Gewinn von 23,5 % deutlich stärker als der Hui-Vergleichsindex, der um 15,8 % zulegt. Dabei zogen die Silberaktien parallel zu den Goldminenaktien an, obwohl der Silberpreis im Vergleich zum Goldpreis zurückblieb. Seit dem Jahresbeginn präsentiert sich der Fonds mit einem Verlust von 41,0 % jetzt wieder besser als der Hui-Vergleichsindex, der um 42,3 % zurückfällt. Das Fondsvolumen erholt sich durch Zuflüsse und Kursgewinne von 15,0 auf 19,6 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2007: 5,9 %
Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 41,0 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verbessert sich um 0,1 % auf 26,72 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Saracen (+12,2 %), St Barbara (+8,8 %) und Guyana (+5,9 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Lake Shore (-5,4 %) und Troy (-4,3 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.07.13 verbessert sich der Fonds um 25,3 % deutlich stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 15,2 % zulegt. Damit präsentiert sich der Fonds als bester Fonds der Stabilitas Gruppe. Seit dem Jahresbeginn reduziert sich der Verlust auf 46,7 % und reduziert den Abstand zum Verlust des Xau-Vergleichsindex (-38,5 %). Das Fondsvolumen erholt sich parallel zu den Kursgewinnen von 2,0 auf 2,4 Mio Euro.

Gewinn im Jahr 2006: 47,0 %
Verlust im Jahr 2007: 19,3 %
Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 46,7 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verbessert sich um 0,2 % auf 22,44 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Haranga (+20,7 %), Voyager (+20,0 %), Mt Magnet (+13,3 %), Perilya (+12,8 %) und Saracen (+12,2 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den TSX-Venture Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.07.13 verbessert sich der Fonds um 3,4 % und bleibt damit hinter der Erholung des TSX-Venture Vergleichsindex zurück, der um 6,4 % zulegen kann. Der Verlust seit dem Jahresbeginn reduziert sich auf 41,0 %. Das Fondsvolumen reduziert sich durch leichte Abflüsse von 1,2 auf 1,1 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 41,0 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Growth-Small Cap (A0LF6K) verliert 0,1 % auf 15,00 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Saracen (+12,2 %), St Barbara (+8,8 %) und Beadell (+7,1 %). Der Fonds dürfte heute deutlich gegen den Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 31.07.13 verzeichnet der Fonds einen Gewinn von 24,6 % und erholt sich damit deutlich besser als der Hui-Vergleichsindex, der um 15,8 % zulegt. Der Verlust seit dem Jahresbeginn reduziert sich auf 50,2 %, bleibt aber noch deutlich hinter dem Verlust des Hui-Vergleichsindex zurück. Das Fondsvolumen erhöht sich bei kleineren Zuflüssen von 0,8 auf 1,0 Mio Euro.

Verlust im Jahr 2008: 58,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 17,7 %
Gewinn im Jahr 2010: 29,2 %
Verlust im Jahr 2011: 50,7 %
Verlust im Jahr 2012: 24,7 %
Verlust im Jahr 2013: 50,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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