Kolumne von Florian Grummes

pro aurum-Chartanalyse: Goldpreis - Ab September alle Ampeln auf grün

Nachdem der Goldpreis zunächst erwartungsgemäß um die 50-Tagelinie (1.307,22US$) herum korrigierte, folgte in den letzten zwei Wochen ausgehend von 1.271,80US$ ein regelrechtes Kursfeuerwerk. Gold konnte dabei zwischenzeitlich um knapp 110,00US$ zulegen. Der Silberpreis entwickelte sich noch besser und stieg um 4,50US$ bzw. 23,5% an. Die Marke von 1.375,00US$ stellt für den Goldpreis jedoch kurzfristig einen Widerstand dar. Folgerichtig sind seit gestern erste Kursrückgänge zu verzeichnen. Es ist daher durchaus zu erwarten, dass der Goldpreis in den nächsten Tagen nun noch einmal die alte Widerstandszone um 1.340,00US$ von oben testet, bevor ein Ausbruch über die untere Abwärtstrendlinie gelingt.

Allerdings ist die Ausgangslage eindeutig bullisch. Mit dem Anstieg über die 50-Tagelinie (1.307,22US$) wurde mittelfristig ein Folgeanstieg bis zur immer noch weit entfernten fallenden 200-Tagelinie (1.548,13US$) aktiviert. Beide Signallinien des "Slow Stochastic" Indikators notieren oberhalb der Marke von 80 Punkten. Damit ist der Aufwärtstrend zunächst festgezurrt (embedded). Der RSI Indikator notiert mit aktuell 62,48 Punkten noch deutlich unterhalb der überkauften Zone und bietet Platz für weitere Anstiege. Das Kaufsignal des nachlaufenden MACD-Indikators von Anfang August ist weiterhin gültig, allerdings scheint das Histogramm kurzfristig nicht mehr weiter ansteigen zu wollen.

Erst ab Anfang September rechne ich daher mit einer neuen Anstiegswelle, welche den Goldpreis dann bis 1.420,00US$ – 1.440,00US$ voranbringen sollte. Bis dahin wird der Goldmarkt mit wilden und unberechenbaren Bewegungen versuchen, alle Teilnehmer aufs Glatteis zu führen.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Gold und Silber eine lange Talfahrt hinter sich haben. D.h. auf dem Weg zum letztlich entscheidenden Widerstand bei 1.525,00US$ liegen nicht nur zahlreiche charttechnische Hürden, sondern vor allem auch all jene Käufe der schwachen Hände, die nach monatelanger Leidenszeit froh darüber sind, sich endlich von ihren Position zum Einstiegskurs wieder trennen zu können. Daher dürfte das Motto "zwei Schritte vor, ein Schritt zurück" die weitere Kursentwicklung gut beschreiben. Erst wenn der Goldpreis ein neues Allzeithoch generiert, dürften die Anstiege derartig massiv erfolgen, dass Korrekturen und Konsolidierungen kaum nennenswert bleiben. Davon sind wir aber aktuell weit entfernt. Ein Anstieg über das Allzeithoch bei 1.920,00US$ ist realistisch nicht vor dem Sommer 2014 zu erwarten.

Wie immer haben die kommerziellen Händler den Kursanstieg der letzten Wochen dazu genutzt, ihre Short-Position zu erhöhen. Laut den aktuellen CoT-Daten hat diese Gruppe 60.874 Kontrakte auf den Goldpreis leerverkauft. Dies ist im langfristigen Vergleich weiterhin eine äußerst günstige Positionierung. Wichtig ist dabei vor allem, dass nun auch der CoT-Chart die Trendwende widerspiegelt.Wie immer haben die kommerziellen Händler den Kursanstieg der letzten Wochen dazu genutzt, ihre Short-Position zu erhöhen. Laut den aktuellen CoT-Daten hat diese Gruppe 60.874 Kontrakte auf den Goldpreis leerverkauft. Dies ist im langfristigen Vergleich weiterhin eine äußerst günstige Positionierung. Wichtig ist dabei vor allem, dass nun auch der CoT-Chart die Trendwende widerspiegelt.

Die Sentiment- und Stimmungsindikatoren sind aufgrund der Kursgewinne weiter angestiegen. Während Gold und Silber jedoch weiterhin ein klarer antizyklischer Kauf bleiben, sieht die Lage für Palladium mittelfristig eher ungünstig aus. Dies deutet auf ein schwächeres weltweites Wirtschaftswachstum hin, während gleichzeitig Gold und Silber von den steigenden Zinsen profitieren sollten.

Saisonal betrachtet, befinden wir uns weiterhin in der günstigsten Phase des ganzen Jahres. Dies wurde durch das Kursgeschehen der letzten Wochen eindeutig und eindrucksvoll bestätigt. Auf dem 30 Jahre Chart von Dimitri Speck ist auch gut zu erkennen, dass beim Goldpreis im langfristigen Durchschnitt für die kommenden zwei Wochen mit einer Konsolidierung zu rechnen ist. Ab Anfang September stehen dann aber wieder alle Ampeln auf grün und Gold sollte die folgenden vier Wochen fast ununterbrochen ansteigen können. Für den Monat Oktober ist typischerweise eine größere Korrektur zu erwarten.

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