Hat Indien eine Diamantenzukunft?

Hat Indien eine Diamantenzukunft?

Ja, wenn es nach der Meinung von Geologen geht, die auf eine gewaltige Ausdehnung von Muttergestein für Diamanten stießen. ResourceInvestingews berichtete über eine Veröffentlichung des "Nationalen Geophysikalischen Institutes von Indien", wo man im Zuge systematischer und allgemeiner Forschungsarbeiten der geologischen Strukturen Chinas, Indiens und Nepal eine 2,5km x 103km große Kimberlit- und Lamprositformation in Südostindien entdeckte. Zwar hat der Diamantbergbau in Indien bereits eine sehr lange Tradition und auch die systematische Erforschung neuer Diamantgebiete ist seit dem 20. Jahrhundert Standard, doch diese Entdeckung hat die Geologen überrascht.

Im Detail hatten Messergebnisse im östlichen Dharwar-Bastar Kraton (Kraton = präkambrisches und stark metamorphes Kerngebiet eines Kontinents), sowie im angrenzenden östlichen Ghats Gürtel signifikante Anomalien einer rd. 1,6 Mrd. Jahre alten Kimberlit- und Lamprositschicht festgestellt, die sich in unterschiedlichen Tiefen des Erdmantels befinden. Diese sind nach herrschender Lehre die Muttergesteine von Graphit und Diamant. Graphit und Diamant deshalb gemeinsam, da sie die gleiche Entwicklungsvoraussetzung haben. Ist die Temperatur und der Druck nicht ausreichend um Diamanten entstehen zu lassen, so bildet sich Graphit.

Aus Geologensicht besitzen nun weite Teile des Godavari-Grabens und angrenzender Gebiete gute Voraussetzungen für die Erforschung von Diamantdepots. Das Sharma, einer der für den Fund verantwortlichen Geologen, vertritt die Meinung, dass der Abbau Realität werden könnte, man hierfür noch eine geeignete Technologie entwickeln müsse, um das Tiefengestein fördern zu können. Tiefengestein deshalb, da die obersten entdeckten Formationen in einer Tiefe von rd. 80 – 100 km liegen.

Es haben sich jedenfalls bereits Arbeitskreise gebildet, um die technologischen Voraussetzungen für den Tiefbergbau zu prüfen und geeignete Methoden zu entwickeln. Auch die Regierung wurde von der Entdeckung benachrichtigt.

Auch wenn der Abbau von Diamanten in so großen Tiefen aus heutiger Sicht utopisch klingen mag, so sollte man in unserer Technologiewelt nicht ausschließen, dass in naher Zukunft Möglichkeiten bestehen könnten, dies zu realisieren.

Quelle ( für techn. Details):

http://lithosphere.gsapubs.org/content/5/4/331

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