Russische Platin-Werte nach Preiserholung ins Auge fassen

Der Platinpreis hat sich nach seinem Absturz an die 1.300-Dollar-Marke in den vergangenen Wochen deutlich erholt. Von 1.301,50 Dollar aus gestartet, hat die Aufwärtsbewegung mittlerweile erste wichtige Kaufsignale generiert. Der Anstieg über 1.386 Dollar hat die Trendwende charttechnisch nach der vorangegangenen Bodenbildung bestätigt. Weitere kleinere Signale hat die Feinunze des Edelmetalls an den Marken unter anderem um 1.442/1.462 Dollar generiert. Mittlerweile ist der Platinpreis bis in den Bereich um 1.540 Dollar geklettert, hier liegt bei 1.539,40 Dollar ein markantes Monatstop aus dem Juni und damit ein weiteres wichtiges charttechnisches Hindernis.

platinchart 23.08.2013

Quelle: Cortalconsors.de

Für den Rohstoff ist dies kurzfristig eine entscheidende Lage: Gelingt der Sprung hierüber, kann die Erholungsrallye weiter gehen. Prallt der Kurs dagegen nach unten ab, besteht kleineres Konsolidierungspotenzial. Bei 1.496 Dollar und um 1.485 Dollar liegen erste Unterstützungsmarken.

Der deutlich erholte Preis für das Metall entlastet die Unternehmen der Branche klar. Marktführer bei der Platinförderung ist seit langem Südafrika. Doch das Land steht auf der Liste der Investoren nicht gerade auf der Favoritenliste. Seit der Streikwelle und den tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und südafrikanischen Bergwerksarbeitern ist die Lage immer noch gespannt, jederzeit könnten neue Streiks ausbrechen. Hinzu kommen strukturelle Probleme der Branche in Südafrika: Hohe Kosten belasten die Konzerne stark, es müssen reichlich Restrukturierungsarbeiten geleistet werden, bevor Südafrika wieder interessanter wird.

Anders könnte dies bei der Nummer zwei auf dem Platinsektor aussehen: Russland. Zwischen dem Marktführer Südafrika, der 2012 128.000 Kilogramm des Metalls gefördert hat, und Zimbabwe mit 11.500 Kilogramm Platinförderung sind die Russen mit 26.000 Kilogramm Förderung im vergangenen Jahr die Nummer zwei der Welt gewesen, geht aus den Zahlen des U.S. Geological Survey hervor. Da Russlands Unternehmen bei Weitem nicht die Probleme wie ihre südafrikanischen Konkurrenten verzeichnen, könnte der Platinpreisanstieg hier voll durchschlagen.

Der Blick auf den Aktienkurs von Norilsk Nickel zeigt aber, dass die Kurserholung deutlich hinter der Entwicklung des Platinpreises zurück bleibt. Das liegt vor allem daran, dass in Russland Platin meistens als Beiprodukt anderer Rohstoffförderungen gewonnen wird. So fördert Norilsk Nickel vor allem Nickel und damit ein konjunktursensitives Metall, ebenso Kupfer. An der Londoner Börse hält sich der Aktienkurs der Gesellschaft am Freitag knapp unter einer wichtigen charttechnischen Hürde auf, die bei 13,60/13,70 Dollar zu finden ist. Hier liegt das bisherige Erholungshoch, gestartet ist die Aufwärtsbewegung vor einigen Tagen bei 12,33 Dollar, zwischenzeitlich kam es zu einer kleinen Konsolidierung. Kann Norilsk Nickel den Widerstand überwinden, käme ein wichtiges charttechnisches Kaufsignal zustande.

Zu den großen Platinproduzenten des Landes gehört ebenso Russian Platinum. Das wichtigste Projekt des Konzerns ist eine Platinmine weit im Osten Russlands, das Kondyor-Projekt. Das Gebiet um das Kondyor-Bergmassiv gehört zu den wichtigsten Platinlagerstätten der Welt. Zudem entwickelt Russian Platinum das Platinvorkommen Chernogorskoye in der Region Krasnoyarsk in Sibirien.

Ein anderer Platinwert mit starken Russland-Verbindungen ist Eurasia Mining, obwohl in London beheimatet und dort auch an der Börse notiert. Das volatile Papier pendelte zuletzt zwischen 0,55 Britischen Pfund (GBP) und 0,65 GBP, nachdem im Juli eine wichtige und breite Unterstützungszone oberhalb von 0,40 GBP bestätigt wurde. Die Gesellschaft entwickelt zurzeit vor allem zwei Platinprojekte: Zum einen im Ural-Gebirge das Vorkommen "West Kytlim", zum anderen auf der Halbinsel Kola ein Vorkommen südlich der Hafenstadt Murmansk.

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