Oberflächlich betrachtet ist Barrick Golds (WKN 870450) Verkauf von drei australischen Minen an die südafrikanische Gold Fields (WKN 856777) – im Wert von 300 Mio. USD – eine kleine, fast vernachlässigbare Transaktion. Sie zeigt aber etwas Wichtiges und zwar, dass der nach Produktion größte Goldproduzent der Welt, ernst macht mit dem Bemühen, seine Liquidität und die Kapitalstruktur schon kurzfristig zu verbessern.

Barrick-CEO Jamie Sokalsky wiederholt schon seit Langem fast gebetsmühlenartig, dass Barrick seinen Cashflow und die Rendite für die Aktionäre optimieren wolle, statt sich allein auf das Produktionswachstum zu konzentrieren. Sollte eine Mine oder ein Projekt den Aktionären keine gute Rendite einbringen, werde Barrick nicht zögern, es zu verkaufen, so Sokalsky weiter. Damit wolle man die Verbindlichkeiten des Konzerns senken und sich stärker fokussieren.

Und die drei australischen Minen gehören für Barrick wirklich nicht zum Kernportfolio. Granny Smith, Lawlers und Darlot produzierten im ersten Halbjahr zusammen 196.000 Unzen Gold. Barrick insgesamt erzielte in diesem Zeitraum einen Ausstoß von 3,61 Mio. Unzen des gelben Metalls. Und so senkt das Unternehmen nach dem Verkauf der Minen nicht einmal seine Produktionsprognose.

Analysten und Anleger begrüßen die Transaktion dennoch, da sie zeigt, dass Barrick seine Strategie auch umsetzt – und weitere solche Deals folgen könnten. Und die Experten waren erfreut, dass Barrick in der Lage war, 300 Mio. USD für die Minen zu erlangen, die weniger als 5% des Cashflows des Konzerns generierten. Schließlich war es kein Geheimnis, dass Barrick seine australischen Assets abstoßen wollte.

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