Kolumne von Ingrid Heinritzi

Die Welt braucht Afrika

Der schwarze Kontinent ist reich an Bodenschätzen. Doch die Länder sind in der Regel sehr arm. Das könnte sich ändern, wenn die Voraussetzungen für Investitionen von Unternehmen verbessert werden.

Die Provinz Katanga des Kongo ist berühmt für seine Kupfer-Vorkommen. Das hat in der Vergangenheit viel Begehren wachsen lassen. Bürgerkriegsähnliche Zustände sind das Normale in westlichen Medien, wenn über den Kongo berichtet wird. Erst jüngst war wieder von der Befreiung von 82 Kindersoldaten, teilweise erst 8 Jahre alt, aus den Reihen der Mai Mai Bakata Katanga Rebellengruppe berichtet worden. Der UN-Friedenstruppe im Kongo sei Dank. Doch gegen das Ermorden von einem Menschenrechts-Beobachter konnten auch sie nichts machen.

Der Rohstoffreichtum von Ländern wie dem Kongo wird immer wieder große Probleme aufwerfen. Erst wenn Regierungen und Unternehmen an einem Strang ziehen und die Bevölkerung durch soziale Projekte und Arbeitsplätze, die den Lebensunterhalt für ganze Dörfer schaffen, mit eingebunden sind, kann sich dies ändern. Immerhin gehören noch zirka 1,1 Milliarden Afrikaner zu den ärmsten Menschen der Erde. Die meisten bekannten Bergbau-Zentren liegen im Süden und im Westen Afrikas. Doch der Kongo sowie Tansania, das nach Südafrika und Ghana zur Nummer 3 bei der Goldproduktion aufgestiegen ist noch vor Mali, werden ebenfalls immer bedeutender.

Welches Potenzial der Kontinent besitzt, zeigen ein paar simple Zahlen. So wurden in den vergangenen 2 Jahren zirka 830 Millionen US-Dollar für Explorationsprojekte in Afrika eingesammelt. 57 Prozent davon für die Goldsuche. Kupfer, Kohle und Eisenerz sind die drei folgenden Rohstoffe. Das gesamte Kapital, das zum Aufbau von Minenprojekten aufgenommen wurde, erreichte in den vergangenen 2 Jahren 4,8 Milliarden US-Dollar. Die Gewinne aus der Goldförderung und dem Kohlebergbau dominierten das afrikanische Minenwesen 2012 mit 47,6 Milliarden US-Dollar. Insgesamt erwirtschaftete der Bergbau in Afrika Gewinne von 120,5 Milliarden US-Dollar. Das Potenzial zeigt, wie interessant der Bergbau in Afrika für internationale Konzerne sein muss. Können die Regierungen für gute Investitionsvoraussetzungen sorgen, dürfte der Kontinent erst so richtig aufblühen. Dazu gehören nicht zuletzt Rechtssysteme und Steuer- sowie Abgabengesetze, auf die man sich verlassen kann, sowie Sicherheit für die Arbeitskräfte.

Die größten in Afrika aktiven Bergbaukonzerne sind Glencore Xstrata, Exxaro Resources, Anglo American und der Düngerspezialist Office Cherifien des Phosphates. Zu den größten Goldkonzernen gehören Gold Fields und AngloGold Ashanti. Auch die aus der kanadischen Barrick Gold abgespaltene African Barrick Gold besitzt große Goldprojekte in Afrika. Dazu zählen auch Liegenschaften in Tansania. Diese liegen im selben mineralreichen Gürtel wie die Goldvorkommen im Osten des Kongo.

Dort wiederum sind auch Goldsucher wie Regal Resources aktiv. Regal Resources (ISIN: AU000000RER3) konnte erst jüngst bei seinem Ngoy-Projekt (South Kivu-Provinz, 70 Prozent Beteiligung) von weiteren 7 Bohrlöchern sehr gute Resultate melden. So gab es dort Mineralisierungen von 22,48 Gramm Gold auf 7,65 Metern Länge und 10,49 Gramm Gold auf 12,55 Metern. Die Goldmineralisierung konnten die Regal-Geologen von 100 Metern auf mehr als 750 Meter Länge und zirka 200 Meter Tiefe erweitern.

Dem Regal-Management ist dabei durchaus bewusst, dass in einem Land wie dem Kongo der Explorationserfolg nicht alles ist. Ein gutes Verhältnis zu den Einwohnern der Region ist ebenso wichtig, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Projekte von Regal befinden sich weit nördlich der gefährlichen Gebiete in Katanga, der südlichsten Provinz des Kongo. Durch die Zusammenarbeit mit und die Beteiligung von lokalen Bergbau-Partnern versucht das Regal-Management eine gute Bindung zur Bevölkerung zu erreichen. Langfristig sollte dies der richtige Weg sein, um aus Explorationsergebnissen auch Gewinne zu erwirtschaften zu können.

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