Kolumne von Björn Junker

Gewinneinbruch von 99%: First Majestic Silver verschiebt Verkauf von 700.000 Unzen Silber ins dritte Quartal

Um 31% ist der Silberpreis im zweiten Quartal gefallen, was dem größten Dreimonatsrückgang seit der Finanzkrise 2008 entspricht. Angesichts dessen hat sich der kanadische Silberproduzent First Majestic Silver (WKN A0LHKJ) entschlossen, in diesem Zeitraum den Verkauf von 700.000 Unzen Silber auf einen späteren, hoffentlich lukrativeren Zeitpunkt zu verschieben.

Diese Entscheidung war mit dafür verantwortlich, dass der Nettogewinn des Unternehmens im zweiten Quartal um 99% auf 200.000 Dollar einbrach – obwohl gleichzeitig die Silber- und Silberäquivalentproduktion des Unternehmens um 44 bzw. 55% stieg.

First Majestic Silvers CEO Keith Neumeyer ist zuversichtlich, dass der Silberpreis in naher Zukunft wieder deutlich zulegen und das Unternehmen im dritten Quartal einige Millionen Dollar zusätzlich einstreichen können wird. Neumeyer betonte zudem, dass man im zweiten Quartal keine Doré-Unze unter 22,80 USD verkauft habe.

Produziert hat First Majestic im zweiten Quartal rund 2,768 Mio. Unzen Silber, was einen Anstieg von 44% gegenüber den 1,917 Mio. Unzen des gleichen Zeitraums 2012 bedeutet. Die Silberäquivalentproduktion erreichte mit einem Anstieg von 55% die Marke von 3,27 Mio. Unzen Silber, was Neumeyer als wichtigen Meilenstein bezeichnete. Die Produktion des zweiten Quartals beinhaltete dabei 1.995 Unzen Gold, 5,947 Mio. Pfund Blei, 2,9 Mio. Pfund Zink und 5.076 Tonnen Eisenerz nach 533 Unzen Gold, 3 Mio. Pfund Blei, 1,424 Mio. Pfund Zink und 4.628 Tonnen Eisenerz im Vorjahreszeitraum.

Den Anstieg der Silberäquivalentproduktion führte das Unternehmen vor allem auf zusätzlichen Ausstoß von der neuen Del Toro-Mine sowie die Akquisition der La Guitarra-Mine im Juli 2012 und deren darauf folgende Erweiterung zurück. First Majestic hält entsprechend an der Produktionsprognose für das Gesamtjahr fest, die bei 11,1 bis 11,7 Mio. Unzen Silber und 12,3 bis 13 Mio. Unzen Silberäquivalent liegt. Für das Gesamtjahr sollen die Cashkosten nach Schätzung des Unternehmens bei 8,56 bis 9,15 USD pro Unze liegen.

First Majestic hat sich zudem auferlegt, die Ausgaben für Exploration, Entwicklung, Anlagen und Equipment um 50 Mio. Dollar zu senken. Dabei will man sich darauf konzentrieren, die Explorations- und Entwicklungsinvestitionen zu reduzieren und die Investitionen in nicht entscheidenden Bereichen zu kürzen, welche die Produktionsprognose nicht beeinträchtigen.

First Majestic meldete so für das zweite Quartal einen Nettogewinn von nur 200.000 Dollar nach einem Nettogewinn von 15,3 Mio. Dollar oder 14 Cent je Aktie im gleichen Quartal 2012. Der bereinigte Gewinn des Juniquartals lag bei 8,635 Mio. Dollar oder 7 Cent je Aktie und damit ebenfalls erheblich unter den 26,92 Mio. Dollar oder 25 Cent je Aktie aus dem Vorjahreszeitraum.

Im ersten Halbjahr erreichte der Nettogewinn damit 26,68 Mio. Dollar oder 23 Cent pro Aktie nach 41,68 Mio. Dollar oder 39 Cent pro Aktie im gleichen Zeitraum 2012. Bereinigt erzielte First Majestic in den ersten sechs Monaten 2013 einen Gewinn von 33,44 Mio. Dollar oder 29 Cent pro Aktie nach 56,28 Mio. Dollar oder 53 Cent je Anteilsschein im ersten Halbjahr des Vorjahres.


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