Kolumne von Björn Junker

Dividende gestrichen: Harmony Gold mit hohen Verlusten

Harmony Gold (WKN 851267), der drittgrößte Goldproduzent Südafrikas, hat in seinem Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, angesichts hoher Verluste die allgemeinen Unternehmenskosten um 450 Mio. Rand sowie die Investitionsaufwendungen um 650 Mio. Rand gesenkt, um sich für die Zukunft zu positionieren.

CEO Graham Briggs, erklärte, dass man bei den Kostensenkungen insgesamt gute Fortschritte mache. Allerdings produzierte Harmony im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,14 Mio. Unzen Gold auch 2% weniger des gelben Metalls als im Vorjahr (1,27 Mio. Unzen). Das war vor allem auf Streiks auf der Kusasalethu-Mine aber auch eine rückläufige Produktion auf den Minen Tsepong und Phakisa in Papua Neu Guinea zurückzuführen.

Da Harmony in den vergangenen sechs Monaten keinen Gewinn gemacht hat, wird der Konzern auch keine Abschlussdividende zahlen. Zuletzt wurde im vergangenen Jahr eine Zwischendividende von 50 Cent ausgeschüttet.

Die von Streiks gebeutelte Kusasalethu-Mine produzierte im Geschäftsjahr 51% weniger Gold, was das Unternehmen 1,2 Mrd. Rand kostete und zu dem Gesamtverlust von 548 Rand-Cent pro Aktie beitrug. Im Vorjahr hatte Harmony Gold noch 614 Cent pro Aktie verdient. Die "Headline Earnings", eine in Südafrika gebräuchliche Kennzahl, bei der bestimmte einmalige Bilanzposten außen vor gelassen werden, brachen ebenfalls ein und zwar von 565 Rand-Cent (74 US-Cent) auf 47 Rand-Cent (5 US-Cent) pro Aktie.

Briggs erklärte aber, dass eine verbesserte Produktivität, die Anpassung der Investitionsaufwendungen, höhere Metallgehalte und Kostensenkungen ein nachhaltiges Geschäft für Harmony ermöglichen würden. Der Harmony-CEO wies zudem auf den großen Vorteil hin, den der schwache Rand für einen hauptsächlich südafrikanischen Produzenten darstelle. Man habe erheblich höhere Preise erzielt als die 400.000 Rand pro Kilogramm Gold, die man benötige, um das Geschäft aufrecht zu erhalten.

Harmony realisierte im Durchschnitt im Märzquartal 470.030 Rand pro Kilogramm Gold und in den drei Monaten bis Ende Juni immerhin noch 427.534 Rand pro Kilogramm des gelben Metalls. Auf das Jahr gerechnet, lag der durchschnittliche Goldpreis in Rand pro produziertem Kilogramm um 8% über dem Vorjahreswert.

Zudem zeigten sich im Juniquartal Verbesserungen, da die operativen Cashkosten um 3% auf 351.109 Rand pro Kilogramm (1.156 USD pro Unze) fielen und ein operativer Gewinn von 639 Mio. Rand oder 68 Mio. USD erzielt wurde.

Die geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2014 reduzierte Harmony um 650 Mio. Rand auf jetzt noch 2,1 Mrd. Rand. Davon wird hauptsächlich Papua Neu Guinea betroffen sein, wo man das Golpu-Projekt, anders als in der Vormachbarkeitsstudie von 2012 angedacht, nun kleineren Schritten entwickeln wird.


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