An der Situation der Atomstromindustrie hat sich etwas grundlegendes geändert – in Deutschland. Weltweit ist von einem Ausstieg aus der Kernenergie nicht viel zu sehen. Im Gegenteil: Vor allem in einigen Emerging Markets ist der Strom aus Kernkraftwerken fest eingeplant für die Befriedigung des wachsenden Bedarfs. Es werden vor allem in China und Indien reihenweise große, neue Kraftwerke gebaut und ans Netz gebracht. Weit mehr, als zugleich abgeschaltet werden.

Das bedeutet zugleich: Die Nachfrage nach Uran wird nicht versiegen. Mit einem solchen Gedanken hatten bereits einige Anleger nach der Katastrophe im japanischen Fukushima gespielt. Doch während von dort weiter Horrormeldungen für die Umwelt kommen, ist für die Börsenwelt längst klar: Langfristig wird der Uranbedarf stark steigen. Da Sekundärquellen für den Rohstoff, wie abgerüstete russische Atomraketen, fehlen, muss die Bergwerksbranche diesen Bedarf befriedigen.

Uran-Bergbau – das ist vor allem eine Sache Kasachstans, das Land hat sich laut Förderstatistik in den vergangenen Jahren mit Abstand zum Weltmarktführer gemausert. Zu den Top-Förderern in der Welt gehört zudem Kanada und hier vor allem das weltberühmte Athabasca-Becken. Von hier soll rund ein Fünftel des weltweiten Uranabbaus kommen. Die Region rund um den Athabasca-See beheimatet zudem mit dem Bergwerksprojekt McArthur River der Urankonzerne AREVA und Cameco die weltweit größte Uranmine. Bekannt ist die Gegend auch durch ihre vergleichsweise sehr hohen Konzentrationen von Uran in den abgebauten Erzen. Die Werte fallen deutlich höher aus als in Kasachstan, Nigeria oder Australien.

weltweite uranvorkommen nach graden diagrammQuelle: Noka Resources / WNA

Doch obwohl im Athabasca-Becken schon seit den 70er-Jahren Uran abgebaut wird und seit den 40ern Vorkommen bekannt sind, ist die Region immer wieder gut für faustdicke Überraschungen bei Explorationen neuer Projekte. Eine solche Überraschung haben in der vergangenen Zeit die Funde geliefert, die Fission Uranium und Projektpartner Alpha Minerals 2012 melden konnten. Auf dem Projekt Patterson Lake South haben die beiden Unternehmen bei Bohrungen immer wieder enorme Mineralisierungen von Uran gefunden. Absolute Spitzenwerte bei den Bohrungen lieferten bis zu 35 Prozent (!) Uranoxid auf einem Bohrabschnitt über sechs Meter. Aber auch andere Treffer mit 6,57 Prozent über 53 Meter lassen sich mehr als sehen. Gerade erst gemeldete neue Explorationsergebnisse beweisen ebenfalls das sehr hohe Potenzial des Gebietes.

Seit die Explorationsarbeiten der beiden Jointventure-Partner auf Patterson Lake South diese hohen Mineralisierungen zutage gefördert haben, erfreut sich die Region eines hohen Interesses in der Branche. Verstärkte Bemühungen um Claims und erhöhte Erkundungsaktivitäten sind zu verzeichnen. Die Reaktion ist angesichts der Funde völlig logisch, denn die Förderung von Uran muss in den kommenden Jahren deutlich wachsen, um vor allem der steigenden asiatischen Nachfrage Herr zu werden, ohne dass die Preise in astronomische Höhen steigen. Für Anleger ist das hoch interessant, denn so lässt sich viel Geld verdienen. Das Beispiel Fission Energy beweist es: Denison Mines hat das Unternehmen für rund 70 Millionen Kanadische Dollar erworben, einige Uranaktivitäten wurden dann in die neue Fission Uranium ausgegliedert. Deren Aktienkurs hat sich 2013 bisher exzellent entwickelt.

Solche Deals bringen auch andere Unternehmen und Joint Ventures, die in der Nähe des Patterson Lake arbeiten, ins Visier von Großkonzernen der Uranbranche und der Anleger. Voraussetzung für ein solches Interesse: Gute Explorationsnachrichten von den Uranprojekten. Das kann eine Gruppe von vier Unternehmen bieten, die sich mit 0,71 Millionen Morgen an Fläche, aufgeteilt auf fünf Projekte, den größten Claim in der Region abgesteckt hat. Darunter befinden sich Ländereien in der Nähe des Erfolgsprojektes Patterson Lake South von Fission Uranium sowie Alpha Minerals. Die vier Unternehmen, die das „Western Athabasca Syndicate“ gegründet haben, sind Skyharbour Resources, Lucky Strike Resources, Athabasca Nuclear sowie Noka Resources. Jedes der Unternehmen hat eine Earn-In-Option von 25 Prozent. Binnen zwei Jahren will der Viererpack nicht weniger als 6 Millionen Dollar in die Exploration der aussichtsreichen Ländereien investieren.

Western Syndicate patterson LakeQuelle: Präsentation Noka Resources

Jüngste Untersuchungen des Areals nahe des Projektes Patterson Lake South haben sehr hoffnungsvoll stimmende Daten hervor gebracht. Mittels Flugzeug wurden geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, die ähnliche Strukturen hervor gebracht haben wie auf Patterson Lake South. Auf solche Strukturen hatte sich die Unternehmensgruppe von Anfang an konzentriert und ist erfolgreich gewesen. Eine detaillierte Auswertung soll laut gestriger Meldung der vier Gesellschaften nun der Geologieexperte Phil Robertshaw vornehmen.

Schon vorherige Untersuchungen haben Hinweise auf hohe Uranmineralisierungen in der Gegend ergeben. Bei der Durchsicht historischer Daten ist das Syndikat auf alte Bodenproben mit im Vergleich zum Durchschnitt des Gebietes bis zu mehr als fünffach erhöhten Uranoxidmineralisierungen gestoßen. Mit den Untersuchungsergebnissen als Basis werden die vier Unternehmen nun weitere Untersuchungen aufnehmen und hierfür bis zu 1,5 Millionen Dollar investieren. Dabei sollen dann endgültige Bohrziele ermittelt werden, denen man sich 2014 widmen wird.

Eines der vier Unternehmen ist Noka Resources, ein Newcomer im kanadischen Athabasca Basin. Die Aktie der Gesellschaft wird unter anderem an der Toronto Venture Exchange gehandelt, der Schlusskurs vom Donnerstag ist bei 0,19 Dollar notiert. Noch im Juni hat das Unternehmen eine Finanzierung über 0,6 Millionen Dollar unter Dach und Fach gebracht. Ausgegeben wurden 6 Millionen „Units“, zu denen jeweils eine Aktie und ein Optionsschein gehören, zwei Jahre lang ausübbar zu 0,20 Dollar. Neben den Aktivitäten am Patterson Lake verfolgt das Unternehmen noch das Projekt Corning Creek in British Columbia. An der Spitze der Gesellschaft stehen Manager mit langjähriger Erfahrung und einem guten Netzwerk. Damit sind schon einige Voraussetzungen erfüllt, die das Unternehmen grundsätzlich interessant machen. Die guten Nachrichten von den Projekten kommen hinzu.

Unter http://www.nokaresources.com gibt es mehr Informationen zu der Gesellschaft. Wer sich noch einmal ausführlich über die Basics des Uranmarktes informieren möchte, findet hier einen ausführlichen Bericht: http://www.miningscout.de/blog/2013/06/08/uran-schwer-umstritten-und-dennoch-sehr-gefragt/.