Kolumne von Markus Linnepe

Quo Vadis kanadische Eisenerzaktien?

Seit einigen Monaten sind die Aktienwerte von kanadischen Eisenerzunternehmen aus dem Labrador Trough unter Druck. Eine sehr negativ wirkende Mixtur aus unsicheren Konjunkturaussichten bei Industrie- als auch Entwicklungsländern, eine allgemein sehr schlechte Marktlage für Rohstoffunternehmen sowie eine Verschiebung von Anlagepräferenzen weg von volatilen und risikoreicheren Rohstofftiteln bedingt derzeit diesen negativen Verlauf, so dass viele Unternehmen im Rohstoffsektor in Liquiditätsprobleme geraten und große Aufwendungen zur weiteren Projektentwicklung aufschieben oder aufkündigen. Durchzuführende Kapitalfinanzierungen, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu gewährleisten, werden unter diesen Vorraussetzungen immer dilutiver und schwieriger erfolgen. Diejenigen Unternehmen, die zuzeit noch auf einem ausreichendem Cashbetrag sitzen, werden diesen thesaurieren, um diese Marktphase bestens überbrücken zu können.

Trotz dieses schwierigen Marktumfeldes sollte man die Unternehmen und deren Entwicklung genau beobachten, um das mögliche Potenzial eines jeden Unternehmens im Blick zu haben und von diesem (best case) zukünftig profitieren zu können. Wann eine nachhaltige Bodenbildung erfolgt, ist ungewiss. Ein möglicher Einstieg sollte daher bedacht und getimed sein, auch unter kurzfristigen Tradingaspekten.

Die Peer Group der Eisenerzaktien im 1-Jahres-Performancevergleich:

Einzelwert New Millennium Iron (NML) hervorgehoben:

Einzelwert Labrador Iron Mines (LIM) hervorgehoben:

Einzelwert Champion Iron Mines (CHM) hervorgehoben:

Einzelwert Cap-Ex Iron Ore (CEV) hervorgehoben:

Einzelwert Adriana Resources (ADI) hervorgehoben:

Einzelwert Alderon Iron Ore (ADV) hervorgehoben:

Einzelwert Century Iron Mines (FER) hervorgehoben:

Einzelwert Oceanic Iron Ore (FEO) hervorgehoben:

Während New Millennium Iron die erfolgreiche Transformation zum Produzenten meistern konnte und auf die ersten Erlöse aus dessen DSO-Projekt wartet (siehe Link), war Champion Iron Mines dazu gezwungen, den eingegangenen Vertrag zum Bau des neuen Mehrbenutzer-Hafendocks bei Sept-Íles zu kündigen (siehe Link), um die anstehende Zahlung in Höhe von $12,791 Mio. nicht tätigen zu müssen und damit die eigene Liquidität erhöhen zu können. Labrador Iron Mines kämpft mit den eigenen Produktionskosten und gegen den Eisenerzverkaufspreis. Zahlreiche Liquiditätsmaßnahmen wie eine $29 Mio. Eigenkapitalfinanzierung (Link), den anteiligen Verkauf der Howse-Liegenschaft (Link) sowie eine Vorschusszahlung in Höhe von $35 Mio. für eine Produktion von 3,5 Mio. t (Link) musste LIM durchführen, um genügend Liquidität zu gewährleisten und die Projekte fortführen zu können.

Adriana Resources besitzt einen Cashbetrag von $46,5 Mio. zum 31.03.2013 und ist aktuell mit dem strategischen Partner Wuhan Iron and Steel (WISCO) gut aufgestellt, der 2011 eine $120 Mio. Investmentzusage zur Projektentwicklung gemacht hatte. Mit einer außerordentlichen Nachricht konnte Alderon Iron Ore im März diesen Jahres aufwarten, in der man verkündete, dass China's größter Stahlproduzent, Hebei Iron and Steel, als strategischer Partner die abschließende Finanzierungssumme in Höhe von $119,9 Mio. zum Erwerb von 25% an dem Kami Projekt überwiesen hat (Link). Zum 31.03.2013 kann Century Iron Mines einen Cashbetrag von $37,3 Mio. vorweisen und auf die Hilfe der strategischen Partner WISCO und Minmetals zählen. Oceanic Iron Ore besaß zum 31.03.2013 einen Cashbetrag von $2,3 Mio. zuzüglich einer noch ausstehenden Steuergutschrift von voraussichtlich $4,8 Mio. Überdies konnte Oceanic Iron Ore Ende Mai eine nicht-verwässernde Wandelschuldverschreibung in Höhe von $3,0 Mio. abschließen (Link).

Hinweis analog zu §34b WpHG: Der Autor (zugleich auch Blogbetreiber) hält Aktien von New Millennium Iron.

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