Es sei töricht zu glauben, dass der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau verharren wird, glaubt Peter Marrone, CEO des kanadischen Goldproduzenten Yamana Gold (WKN 357818). Dennoch sei es wichtig, vorsichtig zu sein, erklärte er weiter.

Marrone sagte bei der Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal, dass es scheine, als würde Gold zwischen 1.250 und 1.350 USD pro Unze gute Unterstützung finden und dass er glaube, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Goldpreis wieder langfristig steigt.

Yamana hatte am Mittwoch seine Quartalszahlen vorgelegt und dabei einen Verlust von 7,9 Mio. Dollar bzw. 1 Cent pro Aktie gemeldet. Im Juniquartal 2012 hatte das Unternehmen noch 42,9 Mio. Dollar oder 6 Cent je Aktie Gewinn gemacht. Yamana führte die negative Entwicklung auf den Einbruch des Goldpreises zurück. Marrone zeigte sich aber zuversichtlich, dass man auf Grund aggressiver Kostensenkungsmaßnahmen und einer Produktionssteigerung nun besser aufgestellt sei, um im derzeitigen Preisumfeld zu bestehen – und erheblich zu profitieren, sollte der Goldpreis wieder ansteigen.

Angesichts dieser Einschätzung hat sich das Unternehmen entschlossen, im zweiten Quartal keine Abschreibungen vorzunehmen – ganz anders als zum Beispiel Branchenprimus Barrick Gold (WKN 870450) (Wir berichteten.). Yamana ist der Ansicht, dass der negative Einfluss der gesunkenen Metallpreise zumindest zum Teil durch andere Faktoren ausgeglichen werden könne. Man habe bereits Kostensenkungsmaßnahmen im Umfang von 115 Mio. Dollar eingeleitet, so Marrone und Pläne, dass diese auch im zweiten Halbjahr 2013 oder aber 2014 greifen würden.

Auf Grund dieser Initiativen sei es dem Unternehmen gelungen, die Gesamtcashkosten (all-in sustaining co-product cash cost) von 1.014 USD pro Unze im ersten Quartal auf nun noch 950 USD pro Unze Goldäquivalent zu senken, fügte Marrone hinzu.

Die Produktion des zweiten Quartals gab Yamana mit 295.545 Unzen Goldäquivalent an, was einen Anstieg von 2,4% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet. Die Goldproduktion betrug dabei 257.608 Unzen, während die Silberproduktion bei 1,9 Mio. Unzen lag. Yamana teilte zudem mit, dass der durchschnittlich im zweiten Quartal erzielte Goldpreis bei 1.385 USD pro Unze lag – und damit 14% unter den 1.605 USD aus dem zweiten Quartal 2012.


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