Mit dem zweiten Quartal 2013, dem vierten Geschäftsquartal des Fiskaljahres hat der australische Kupferproduzent Altona Mining (WKN A1C15Y) das erste volle Produktionsjahr auf seiner finnischen Kylylathi-Mine erfolgreich abgeschlossen. Die ursprüngliche Produktionsprognose wurde übertroffen und auch die angehobene Prognose erreicht.

Insgesamt erzielte das Unternehmen von Managing Director Alistair Cowden im abgelaufenen Geschäftsjahr so einen Ausstoß von 7.955 Tonnen Kupfer, 8.192 Unzen Gold und 1.508 Tonnen Zink in Konzentrat. Verkauft wurden in diesem Zeitraum 8.012 Tonnen Kupfer, 8.299 Unzen Gold und 1.523 Tonnen Zink.

Bei einem realisierten Preis von 3,41 USD pro Pfund Kupfer, 1.562 USD pro Unze Gold und 0,58 USD pro Pfund Kupfer kam – unter Einbeziehung des minimalen Beitrags des produzierten Silbers – ein Umsatz von 71,05 Mio. USD zusammen. Die Cashkosten lagen dabei über das Gesamtgeschäftsjahr gesehen bei 1,69 USD pro Pfund Kupfer und damit nur sehr knapp über der Prognosespanne von 1,40 bis 1,60 USD. Damit betrugen die Gesamtproduktionskosten – inklusive Investitions- und Finanzierungskosten – im ersten vollen Produktionsjahr 2,83 USD pro Pfund Kupfer.

Der operative Nettocashflow lag so im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 5,632 Mio. AUD. Nach Abzug von so genannten „Investing Activities“ belief sich dieser dann auf minus 2,06 Mio. AUD, sodass Altona Mining das Fiskaljahr am 30. Juni 2013 mit einem Cashbestand von 26,093 Mio. AUD beendete. Zu Jahresbeginn hatte dieser noch bei 26,711 Mio. AUD gelegen. Altona verfügt zudem aber noch über ausstehende Forderungen aus dem Verkauf von Konzentraten in Höhe von 5 Mio. AUD sowie Lagerbestände im Wert von 0,75 AUD.

Das Abschlussquartal von Altonas Geschäftsjahr allerdings war hinter dem dritten Fiskalquartal zurückgeblieben. Die Kupferproduktion auf dem Outokumpu-Projekt lag mit 1.809 Tonnen des roten Metalls in Konzentrat unter dem Resultat der vorangegangenen drei Monate. Das Unternehmen führte das auf die geringere Menge an Erz sowie den – geplanten – Abbau von Erz mit niedrigeren Gehalten zurück.

Die Cashkosten des Quartals lagen mit 2,23 USD pro Pfund Kupfer deutlich über dem Durchschnitt des Fiskaljahres von 1,69 USD pro Pfund. Das lag vor allem am auf Grund des gesunkenen Goldpreises geringeren Beitrag der Goldproduktion und dem niedrigeren Produktionsvolumen. Die Gesamtproduktionskosten erreichten so 3,37 USD pro Pfund Kupfer. Allerdings geht Altona Mining davon aus, dass die Kosten bereits im nächsten Quartal wieder sinken werden. Den operativen Cashflow für das Quartal gab man mit 3,0 Mio. AUD nach Investitionen wieder.

Für das nächste, bereits angelaufene Geschäftsjahr hebt Altona Mining die Prognose erneut – leicht – an. Das Unternehmen rechnet dann mit einer Produktion von 7.600 bis 8.400 Tonnen Kupfer, 8.000 bis 9.000 Unzen Gold und 1.600 bis 1.700 Tonnen Zink in Konzentrat. Dabei geht man von einem durchschnittlichen Kupferpreis von 3,15 USD pro Pfund, einem Goldpreis von 1.250 USD je Unze und einem Zinkpreis von 0,85 USD pro Pfund aus. Die Cashkosten schätzt Altona für das Geschäftsjahr 2014 auf 1,70 bis 1,85 USD pro Unze. Das bisherige Investitionsbudget liegt bei 14 bis 16 Mio. Euro.

Auch Altona reagiert, wie viele andere Unternehmen der Bergbaubranche, auf die anhaltende Volatilität der Metallpreise und stellt die angedachte Produktionsausweitung auf Outokumpu erst einmal zurück. Auch auf dem zweiten Projekt des Unternehmens der Roseby-Liegenschaft in Australien werden die Explorationsbohrungen erst einmal ausgesetzt, auch wenn die Ergebnisse der bislang durchgeführten Arbeiten durchaus positiv ausfallen. Dazu gehört, dass die für die Zahl der für die Exploration vorgesehenen Mitarbeiter reduziert wird.

Wie es aus dem Unternehmen heißt, befinde man sich finanziell in einer starken Position, die man durch Kostenreduzierungen angesichts der noch immer unsicheren Marktlage schützen wolle. Zumal auf Roseby keine Eile bestehe, wie Altona weiter erklärte. Derzeit führt das Unternehmen noch immer Gespräche mit verschiedenen Parteien über eine Partnerschaft, Finanzierung oder einen Verkauf des Projekts, auf dem für die Little Eva-Liegenschaft bereits eine positive Machbarkeitsstudie abgeschlossen und alle nötigen Entwicklungsgenehmigungen eingeholt wurden. Allerdings geht es mit diesen Gesprächen angesichts der unsicheren Marktlage und der schwierigen Bedingungen für die Finanzierung von Minenprojekten derzeit laut Aussage des Unternehmens eher langsam voran. Da Altona aber nicht auf einen schnellen Abschluss angewiesen ist, sucht man weiter nach einem Angebot für Roseby, das dem Unternehmen und seinen Aktionären einen echten Mehrwert verschafft, hieß es.

Auch wenn die aktuell schwierige Marktlage auch an Altona Mining nicht spurlos vorbei geht: Das Unternehmen hat unserer Ansicht nach ein erfolgreiches erste Produktionsjahr in Finnland hinter sich und auch der Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 mit der Produktionsanhebung stimmt. Zumal es durchaus möglich ist, glauben wir, dass hier eine positive Überraschung ansteht, sollten die zuletzt erbohrten hohen Gehalte (Wir berichteten.) in den Minenplan und den Abbau des neuen Geschäftsjahres mit einbezogen werden. Ein entscheidender Faktor für die Kursentwicklung dürfte auch sein, wie es mit den Verhandlungen um das australische Roseby-Projekt weiter geht. Wir werden unsere Leser auf dem Laufenden halten.

Wir haben uns erlaubt, Ihnen ein Video, in dem sich Dr. Alistair Cowden zu den Quartalszahlen äußert, zu Ihrer Information im englischen Original beizufügen:

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