Kolumne von Florian Grummes

pro aurum Chartanalyse Goldpreis - Deutliche Kursanstiege bis Ende September äußerst wahrscheinlich.

Seit dem Tief am 28. Juni 2013 bei 1.180,00US$ konnte sich der Goldpreis mittlerweile deutlich erholen. Bereits in der letzten Woche hatte sich ein Trendwechsel angedeutet. Im asiatischen Handel gelang gestern dann der wichtige Sprung über die Marke von 1.300,00US$, berichtet Florian Grummes, Chartanalyst für pro aurum.

Mit einem Tageschlusskurs oberhalb von 1.320,00US$ wurde der Ausbruch auch gleich bestätigt. Erstmals seit Monaten stieg Gold wieder an das obere Bollinger Band (1.324,80US$) und konnte es sogar überschreiten.

Auch die 50-Tagelinie (1.335,66US$) konnte erstmals seit Mitte Januar wieder erreicht werden. Allerdings stellt dieser Durchschnitt beim ersten Anlauf einen natürlichen Widerstand dar. Gleichzeitig notieren die beiden Signallinien des "Slow Stochastic" Indikators oberhalb von 80 Punkten. Damit ist der neue Aufwärtstrend "embedded", also festgezurrt und nachhaltig. Da auch der Abstand zur 200-Tagelinie (1.560,75US$) immer noch sehr groß ist, besteht auf Sicht der nächsten Wochen und Monate weiteres Aufwärtspotential.

Die Wahrscheinlichkeit steigender Notierungen ist jetzt also deutlich erhöht. Nach fast neun Monaten ununterbrochener Kursverluste, ist all dies natürlich Balsam auf die geschundenen Seelen der Goldanleger.

Kurzfristig dürfte es Gold allerdings nicht gelingen direkt bis zu den nächsten Widerständen bei ca. 1.375,00US$ anzusteigen. Vielmehr sollten wir uns für die nächsten ein bis zwei Wochen auf eine volatile Konsolidierung mit bullischem Unterton um die 50-Tagelinie (1.335,66US$) einstellen. D.h. scharfe intraday Rücksetzer können zu weiteren Käufe genutzt werden. Eine neue Anstiegswelle ist erst zu erwarten, sobald das untere Bollinger Band auf dem 4 Stunden-Chart deutlich über 1.300,00US$ angestiegen ist.

Die neuesten CoT-Daten für Gold reflektieren den jüngsten Kursanstieg. Demnach haben die kommerziellen Händler ihre Short-Position auf 24.607 leerverkaufte Kontrakte wieder leicht erhöht. Im langfristigen Vergleich ist die Positionierung aber weiterhin extrem bullisch.

Die Sentiment- und Stimmungsindikatoren haben zuletzt nach oben gedreht, notieren im langfristigen Vergleich aber weiterhin auf extrem tiefen Werten.

Dieser "weiche" Analysenbaustein liefert weiterhin ein eindeutiges antizyklisches Kaufsignal.Saisonal betrachtet befinden wir uns nun in der günstigsten Phase des ganzen Jahres.

Saisonal betrachtet befinden wir uns nun in der günstigsten Phase des ganzen Jahres. Daher sind weitere deutliche Kursanstiege bis Ende September äußerst wahrscheinlich. Allerdings gibt es ab Mitte Juli immer noch mal einen Rücksetzer. Dieser wäre also für die nächsten zwei Wochen zu erwarten, bevor der Goldpreis den ganzen August über für gewöhnlich steigen müsste.

Während Statistics South Africa zufolge die gesamte Minenproduktion Südafrikas im Mai dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7% zurückgegangen ist, bleibt die Goldnachfrage in Asien äußerst stabil. Laut Schätzungen des World Gold Council (WGC) wird Indien dieses Jahr trotz der Erhöhung der Einfuhrsteuern und zusätzlicher Handelsbeschränkungen durch das indische Finanzministerium über 900 Tonnen Gold einführen. China dürfte sogar über 1.000 Tonnen importieren und würde damit Indien als den größten Goldkonsumenten ablösen. Auffällig war zuletzt der Aufpreis (ca.2%) in Shanghai gegenüber dem Handelsplatz in London. Der Verdacht liegt nahe, dass das Material in Shanghai nicht in ausreichendem Maße verfügbar ist, um die Nachfrage zu "Londoner" Preisen zu bedienen.

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