Angesichts niedriger Rohstoffpreise und hoher Kosten hat sich der größte Goldproduzent weltweit Barrick Gold (WKN 870450) entschieden, nicht zum Kernportfolio gehörende Geschäftsteile abzustoßen. Dazu gehört auch das Ölgeschäft in Alberta.

Der Konzern gab den Verkauf seiner Tochtergesellschaft Barrick Energy am gestrigen Dienstag bekannt. Einstreichen wird Barrick dafür 455 Mio. CAD, davon rund 405 Mio. CAD in bar. Das Energieunternehmen geht an drei Käufer, wobei Venturion Oil 59 Mio. CAD beisteuert, Whitecap Resources (WKN A1C7VL) 174 Mio. CAD und Canadian Natural Resources noch einmal 173 Mio. CAD. Schon Ende des Monats soll der Deal abgeschlossen sein.

Durch den Verkauf der Energiesparte dürfte Barrick im zweiten Quartal rund 500 Mio. Dollar verlieren, wovon 90 Mio. Dollar als Goodwill-Abschreibung anfallen würden. Schon Ende Juni hatte Barrick erklärt, dass man im zweiten Quartal Abschreibungen in Höhe von 5,5 Mrd. Dollar allein auf das Pascua-Lama-Projekt auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien vornehmen werde. Analysten gehen sogar von Abschreibungen in Höhe von insgesamt 10 Mrd. Dollar aus (Wir berichteten.).

Um die Kosten weiter zu senken hat der Konzern in den vergangenen Monaten zudem bereits Hunderte Angestellte entlassen.


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