Der Juli war bisher gut zu vielen Bergbau-Juniors, insbesondere Edelmetallfirmen, wie wir gestern schon aufzeigten. Doch noch macht niemand den Champagner auf. Anhaltende Kursgewinne in den letzten Wochen haben teilweise beeindruckende Erholungen möglich gemacht (Wir berichteten.) , doch die übergeordneten Probleme – vor allem die versiegten Finanzierungsquellen – bestehen nach wie vor.

Der Chef eines Junior-Silberproduzenten, der gegenüber dem Branchendienst Mineweb nicht genannt werden wollte, erklärte, man habe zuletzt wieder verstärkt Informationsnachfragen von Anlegern erhalten, was auf ein zumindest wieder leicht gestiegenes Interesse am Junior-Markt hindeute. Insgesamt aber bezeichnete die Mineweb-Quelle die Lage immer noch als „bedrohlich“. Er betrachtet die leichten Erholungstendenzen als Anzeichen dafür, dass einige Anleger beginnen, sich „in den Trümmern“ umzusehen, da sie der Ansicht seien, dass es viel schlimmer kaum noch kommen könne.

Die Quelle erwartet zwar nicht, dass die Märkte großartig weiter fallen, rechnet aber auch nicht damit, dass die Kursgewinne bei vielen Edelmetallfirmen im Juli der Anfang einer schnellen, breitangelegten Erholung des Sektors sind. Nach Ansicht des Brancheninsiders ist eine massenhafte Rückkehr der Anleger in Junior-Aktien, die den Sektor insgesamt spürbar anheben könnte, noch eine ganze Weile entfernt. Zu viele Anleger hätten sich erst vor zu kurzer Zeit die Finger verbrannt, um sofort wieder einzusteigen.

Dennoch ist das Timing des jüngsten Kursanstiegs bei den Minen-Juniors interessant. Eine solche Bewegung in einer oft als Sommerflaute bezeichneten Zeit ist eher ungewöhnlich. Das erklärte auch Randy Smallwood, CEO der Royalty-Gesellschaft Silver Wheaton (WKN A0DPA9), die viele Juniors in der Krise über so genannte Streaming-Deals finanziert. Es sei schon bemerkenswert, dass in dieser sonst eher ruhigen Zeit zumindest etwas Aufwärtsdruck entstehe, so Smallwood.

Der Silver Wheaton-CEO ist insgesamt optimistisch, was die Edelmetalle angeht. Er ist der Ansicht, dass der Gold- und der Silberpreis in den letzten Wochen ihren Boden gefunden haben und auf dem Weg nach oben zumindest eine Art Turnaround auslösen könnten. Er sei hoffnungsvoll, so Smallwood, dass der September eine aufregende Zeit und eine Rückkehr des Interesses an den Edelmetallmärkten zu beobachten sein werde.

Smallwood lässt aber die Schwierigkeiten vieler Juniors nicht außen vor. Der Juniormarkt brauche eine Erholung dringend. Er kenne Unternehmen, bei denen die Insider Geld zuschießen müssten, nur damit die Geschäfte weiter laufen können, so Smallwood.

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.