Kolumne von Ingrid Heinritzi

Seltene Perlen unter den Gold-Explorern

Der jüngste Anstieg des Goldpreises gibt vielen Goldminen-Anlegern wieder Hoffnung. Doch für so manche Goldmine wird dennoch das Geld knapp. Einige Goldsucher wie Regal Resources sehen dagegen noch recht zuversichtlich in die Zukunft.

Derzeit durchleben die Betreiber von Goldminen eine extrem harte Zeit. So mancher Branchenkenner hat einen derartigen Bärenmarkt seit mehr als 12 Jahren nicht gesehen. Mit dem Anstieg des Goldpreises bis zu seinem Hoch bei gut 1900 US-Dollar je Feinunze, die 31,1 Gramm entspricht, sind in den letzten 12 Jahren auch die Bergbaukosten enorm angestiegen. Der zeitweise Preisverfall von mehr als 700 US-Dollar pro Unze betrifft leider nur den Warenwert und nicht die Kosten, die weiterhin hoch bleiben und so schmolzen die Gewinnmargen daher in wenigen Monaten von sehr lukrativen Raten auf Null zusammen oder glitten sogar in den Minusbereich. Mittlerweile streichen die Gold-Konzerne ihre Kosten zusammen, wo es nur geht. Viel geht auf Kosten der Mitarbeiter, die abgebaut werden, oder Explorationsbemühungen werden eingestellt.

Goldsucher, die noch nicht produzieren, trifft es teilweise noch härter. Denn sie haben derzeit fast keine Chance auf weitere Finanzierungen. Auch diese sogenannten Explorer können zwar an der Kostenschraube drehen. Doch ohne Cash-flow bleibt nur eine gewisse Zeit zum Überleben übrig. Die Kurse vieler kleiner Unternehmen fielen daher nahezu ins Bodenlose – teilweise berechtigt, teilweise unberechtigt, da sie noch genügend Geld in der Kasse haben.

Aus einer Auswertung des Informationsdienstleisters Bloomberg geht hervor, dass Gold-Unternehmen wie Giyani Gold, OceanaGold, Pretium Resources, Veris Gold, Colossus Minerals. St. Augustine Gold, International Tower Hill, Corvus Gold und Banro Corp. nur mehr für 4 oder weniger Monate Geld in der Kasse haben, um ihre derzeitigen Ausgaben zu bedienen. Dabei wird die Cash burn rate (Geldmittelbedarf) pro Monat in Beziehung zu den liquiden Mitteln gesetzt. Bei den flüssigen Mitteln wurden Kassenbestände, Bankeinlagen und Investitionen mit weniger als 90 Tagen Fälligkeit angenommen.

Goldsucher, die auf der Liste landeten, müssen nicht zwangsläufig nach Ablauf der Frist Pleite gehen. Es bedeutet nur, dass sie zumindest eine Finanzierung benötigen. So besitzt zum Beispiel Banro Corp. im Kongo sehr gute Liegenschaften. Daher kann angenommen werden, dass der Konzern – auch wenn er theoretisch aktuell nur für 1,44 Monate Geld übrig hat – überleben wird. Denn eine weitere Finanzierung sollte möglich sein. Zudem erwirtschaftet Banro auch schon Cash-flow auf einer seiner Minen (Twangiza), so dass der Konzern mit Einsparungen und damit langsameren Aufbau der anderen Projekte zurecht kommen sollte.

Doch gerade Risiko bereite Anleger, die auf Goldsucher im Kongo setzen wollen, besitzen auch andere Optionen. So gibt es aussichtsreiche Gold-Explorationsgebiete, nicht weit von Projekten des Banro-Konzerns entfernt, die dem Unternehmen Regal Resources (ISIN: AU000000RER3) gehören. Und Regal scheint finanziell noch besser gestellt zu sein als viele andere Explorationsunternehmen. "Regal besitzt einige positive Aspekte, die Investoren suchen, wenn sie Investment-Entscheidungen treffen. Wir sind als eine Gruppe mit sehr starken technischen Möglichkeiten anerkannt. Wir besitzen ein Portfolio von qualitativ hochwertigen Projekten und ein erfahrenes Management mit exzellenten Kontakten, mit dem wir fähig sind diese Projekte in Afrika zu entwickeln. Deswegen hat unserer lokaler Partner 12 Millionen US-Dollar in Regal investiert und uns mit genügend Mitteln ausgestattet, um ein aggressives Explorationsprogramm im Kongo bis weit ins Jahr 2014 voranzutreiben", sagte jüngst David Young, Vorstandschef (CEO) von Regal Resources.

Aufgrund der Explorationsergebnisse der vergangenen Zeit erscheint es zudem gut möglich, dass Regal auch weitere Finanzierungen bekommen kann. Denn zum Beispiel auf seinem Ngoy-Projekt wies Regal bei 12 Bohrlochergebnissen Goldgehalte von 1,38 bis 11,96 Gramm je Tonne Gestein aus. Eine Erweiterung des goldhaltigen Gebiets war davon die Folge. In den kommenden Monaten können wohl weitere gute Explorationsergebnisse erwartet werden.

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