Die Märkte stöhnen über den Goldpreis, verschiedene Banken sehen die Korrektur noch nicht am Ende. Doch ein erfahrener Goldexperte sorgt für den ersehnten Hoffnungsschimmer am Horizont.

Seit mehr als 40 Jahren beobachtet John Hathaway den Goldmarkt. Der Experte ist bei Tocqueville Asset Management für das Goldportfolio zuständig. Sein Fonds hat zuletzt fünf Sterne von Morningstar erhalten, die Gesellschaft hat bei der Performance von Fonds im Edelmetallbereich ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Hathaway hat somit Ahnung von dem, was er sagt.

Für den Goldpreisverfall macht er vor allem einige große Banken und Hedgefonds verantwortlich. Eine Methode des nackten Shortens von Goldkontrakten habe den Kurs unter Druck gebracht. Nicht echtes Gold sondern Papiergold wurde verkauft, teils lagen die täglichen Transaktionsmengen über der jährlichen Minenproduktion. So sollte der Kurs einbrechen, um Profite zu generieren. Die Menge der Shortpositionen liegt inzwischen höher als bei der Krise von 2008. In der Folge hatte der Goldpreis um 167 Prozent zugelegt, Bergbauaktien kamen auf ein Plus von 256 Prozent.

Die Erklärung von Hathaway, warum in diesen Monaten auch die Bergbauaktien vor allem von Gold- und Silberproduzenten so deutlich nachgegeben haben, ist simpel. Dabei handelt es sich um einen Kollateralschaden. Die Vielzahl der negativen Meldungen ist seiner Meinung nach in den Kursen inzwischen mehr als nur eingepreist. Die Bewertungen sind auf einem extrem niedrigen Niveau angelangt. Sobald es mit den Rohstoffpreisen wieder nach oben geht, sollten vor allem die starken Gesellschaften davon überdurchschnittlich profitieren können. Sein Fonds fokussiert sich daher auf Förderer mit starken Finanzdaten und ausgezeichneten Liegenschaften.

Die Politik der US-Notenbank FED, die auch zum Preisverfall beigetragen hat, wertet der Experte als verwirrend. Einerseits kündigt diese das Ende der lockeren Geldpolitik an, andererseits rudert sie fast gleichzeitig wieder zurück. Viel wird davon abhängen, wer zum Nachfolger von Noch-Chef Bernanke ernannt werden wird. Dies könnte ein Finanzexperte sein oder auch jemand aus dem Politikbereich. Entsprechend unterschiedlich könnte die künftige FED-Strategie ausfallen.

Die fast zweijährige Abwärtsbewegung beim Goldkurs bietet für Hathaway einen interessanten Einstiegspunkt. Die Position des Marktes erinnert ihn an die Tiefen des Jahres 2008, in den darauf folgenden drei Jahren erreichte der Markt neue Rekordwerte. Auch die äußerst günstige Bewertung des Bergbausektors stützt diese Tatsache. Der Experte rät dazu, gegen die Masse zu agieren und sich entsprechend im Edelmetallbereich zu positionieren. Rückschläge bedeuten in diesem Bereich immer nur die Vorbereitung für neue Höhen. Hathaway ist überzeugt, dass dieser Leitsatz auch diesmal zutrifft.

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