Kolumne von Björn Junker

Rio Tinto, BHP Billiton, Woodside Petroleum: Woche der Wahrheit für australische Rohstoffkonzerne

In der neuen Woche wird es interessant – vor allem auch für Anleger, die sich den großen australischen Rohstoffkonzernen gewidmet haben. Denn die größten Gesellschaften aus Down Under werden ihre Quartalszahlen vorlegen, sodass abzuschätzen sein wird, welche Fortschritte die Rohstoffgiganten bei ihren angekündigten Maßnahmen zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung wirklich gemacht haben.

Unter anderem BHP Billiton (WKN 908101), Rio Tinto (WKN 852147), Woodside Petroleum (WKN 855377) und Santos (WKN 863403) werden ihre Produktions- beziehungsweise Umsatzzahlen aus der Region Pilbara in Western Australia vorlegen. Das Quartal hätte besser laufen können. So viel ist jetzt schon absehbar.

Rio Tinto und BHP beispielsweise erlebten einen sehr nassen Juni in Pilbara, was für die Jahreszeit ungewöhnlich ist. Das dürfte die Produktion von Rio Tinto, der Konzern präsentiert sein Zahlenwerk am morgigen Dienstag, beeinträchtigt haben. Es wird davon ausgegangen, dass die 61 Mio. Tonnen Eisenerzausstoß, mit den Analysten zuvor gerechnet hatten, um ein bis zwei Mio. Tonnen verfehlt werden.

Zahlen aus den von Rio genutzten Häfen Dampier und Cape Lambert in der Region, die die Credit Suisse zusammengestellt hat, scheinen das zu bestätigen. Die Daten zeigen, dass die Exporte im Juni dieses Jahres die schwächsten seit vier Jahren waren – in einem normalerweise starken Monat. BHP Billiton, die Gesellschaft meldet ihre Zahlen am Mittwoch, dürfte ebenfalls betroffen sein, obwohl das Ausmaß unklar ist.

Das sind zwar keine guten Neuigkeiten, dürften aber die Anleger auf dem fünften Kontinent eher weniger beunruhigen. Diese Ereignisse sollten als einmalig betrachtet werden und die Konzerne hab zudem gute Aussichten, die entstandene Produktionslücke bis zum Jahresende zu schließen.

Die Analysten von Goldman Sachs erwarten auf jeden Fall von BHP Billiton starke Quartalszahlen. Da sich das Management des Konzerns auf Produktivitätssteigerung und Kostensenkungen konzentriert habe, rechnet Goldman mit Verbesserungen in den wichtigen Geschäftsbereichen.

Die Probleme von Woodside Petroleum in der Region Pilbara haben wahrscheinlich nichts mit dem Regen zu tun, wurden aber dem Markt bereits mitgeteilt. Der Konzern senkte auf Grund von nicht näher spezifizierten Problemen auf seiner LNG-Anlage (Liquefied Natural Gas / Flüssigerdgas) Pluto die Produktionsprognose um 3 Mio. Barrel Öläquivalent. Die Aktien des Konzerns waren bereits um 5% gefallen, als das Anfang Juli bekannt gegeben wurde.

Vorausgesetzt, dass es nach der ungeplanten Wartungsauszeit keine Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der Anlage gab, sollte das schwache Quartal auf Grund der Ausfallzeit aber keine größere Auswirkung auf die Aktie haben, glauben die Analysten von RBC.

Santos legt seine Zahlen am Freitag vor. Hier dürften Anleger vor allem die Fortschritte bei den Bohrungen und beim Bau der 20 Mrd. Dollar teuren LNG-Anlage Gladstone LNG genau unter die Lupe nehmen.

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