Kolumne von Björn Junker

Vorläufiger Verkaufsstopp: First Majestic Silver schafft Rekord mit Beigeschmack

Die Unternehmensführung müsste eigentlich begeistert sein. Doch unter die Rekordlaune mischt sich die Sorge um den sinkenden Silberpreis. 2.767.966 Unzen Silber hat First Majestic Silver (WKN: A0LHKJ) im abgelaufenen Quartal auf seinen fünf Silberminen in Mexiko gefördert. Das ist ein Plus von 44 Prozent im Vergleich zu 2012. Hinzu kommen 5,95 Millionen Pfund Blei (+98 Prozent) und 2,9 Millionen Pfund Zink (+104 Prozent). Die Förderung von fast 2.000 Unzen Gold (+274 Prozent) im abgelaufenen Quartal rundet die Statistik ab. Umgerechnet kommt der Silberförderer damit auf 3.268.117 Unzen Silberäquivalent, die von April bis Juni aus dem Erdboden geholt wurden. Das ist ein Anstieg um 55 Prozent im Vergleich zu 2012 – ein neuer Rekord. Noch nie hat das Unternehmen in einem Quartal mehr als 3 Millionen Unzen ausweisen können.

Vorstandschef Keith Neumeyer ist über diese Werte sehr erfreut, spricht aber zugleich von einer bitter-süßen Entwicklung. Er spielt damit auf den dramatischen Verfall des Silberpreises an, der die Gesellschaft belastet. Umsatz- und Gewinnzahlen für das abgelaufene Quartal liegen bisher noch nicht vor, allerdings dreht das Unternehmen an der Kostenschraube. Schon im Mai hatte man entschieden, die Kosten aufgrund der Marktlage um 30 Millionen Dollar zu reduzieren, jetzt sollen weitere 20 Millionen Dollar eingespart werden. Damit will das Unternehmen seine langfristige Profitabilität sichern und die künftigen Wachstumspläne nicht gefährden.

Die Einsparungen ziehen sich durch alle Bereiche. Vor allem der Explorationsbereich ist davon betroffen. Daher geht auch Explorationschef Guillermo Lozano. Neben den Kostenkürzungen werden zudem persönliche Gründe für seinen Rückzug benannt.

Die Anzahl der Bohrungen wird in der zweiten Jahreshälfte deutlich zurückgefahren, man wird in den kommenden Monaten vor allem auf eigene Bohranlagen zurückgreifen und die Verträge mit externen Dienstleistern nicht verlängern. Als Konsequenz des Sparprogramms können einige Studien nicht, wie erhofft, in 2013 abgeschlossen werden. Mehrere NI 43-101 konforme Berichte zu Ressourcen und Reserven auf den verschiedenen Minen werden erst im kommenden Jahr publiziert werden. Ferner will das Unternehmen verschiedene Investitionen zunächst zurückstellen, ohne aber das Wachstum zu gefährden.

Trotz allem wird die Produktionsprognose für 2013 bestätigt. Zwischen 11,1 Millionen Unzen und 11,7 Millionen Unzen Silber sollen gefördert werden. Übertragen auf alle Rohstoffe liegt die Prognose bei 12,3 Millionen Unzen bis 13,0 Millionen Unzen Silberäquivalent.

Der niedrige Silberpreis veranlasst die Unternehmensführung dazu, vorläufig kein Silber mehr am Markt zu verkaufen. Die Förderung wird auf Lager gelegt, um später zu besseren Preisen am Markt aktiv zu werden. Das wird sich auf die ausstehenden Umsatz- und Gewinnzahlen für das zweite Quartal auswirken. Ende Juni lagen 700.000 Unzen Silber auf Lager. Man geht beim Unternehmen davon aus, dass diese im dritten Quartal veräußert werden können.

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