Die immer weiter sinkenden Silberpreise machen vielen Unternehmen Probleme. Dundee Capital Markets hat sich verschiedene Gesellschaften genauer angesehen und gibt Ratschläge für die Zukunft. Der Silberkurs hat 20 Dollar je Unze längst unterschritten. Das macht die Silberförderung für so manche Company zum Verlustgeschäft.

Die Experten bei Dundee Caital Markets haben sich sechs Gesellschaften näher angesehen und mit den Unternehmensvorständen gesprochen. Dabei handelt es sich um Silver Wheaton (WKN: A0DPA9), Tahoe Resources (WKN: A1C0RA), Silver Standard (WKN: 858840), Pan American Silver (WKN: 876617), Coeur Mining (WKN: A0RNL2) und Endeavour Silver (WKN: A0DJ0N). Die Empfehlungen für die Silberförderer fallen sehr unterschiedlich aus: Von der vorübergehenden Schließung der Mine bis hin zu „es ist alles in Butter“ ist alles dabei.

Keine Gedanken machen müssen sich die Manager bei Silver Wheaton. Hier kann man auch mit einem Unzenpreis von 15 Dollar noch gut arbeiten. Ähnlich sieht es bei Tahoe Resources aus. Die Widerstandsfähigkeit ist hoch, die Kosten sind äußerst gering. Damit hat man mit den aktuellen Preisen keine Probleme.

Bei Pan American Silver könnten drei der sieben in Betrieb befindlichen Minen vorübergehend ihre Arbeit einstellen. Voraussetzung ist ein Unzenpreis von weniger als 20 Dollar. Allerdings ist der Druck auf die Gesellschaft nicht sonderlich hoch, da man schuldenfrei ist und hohe Barbestände zur Verfügung hat. Sollte die Unternehmensführung also mit einer mittelfristigen Erholung der Preise rechnen, könnte sie die Situation auch aussitzen.

Für Silver Standard lohnt sich die Förderung vor allem ab einem Unzenpreis von 25 Dollar. Die einzige fördernde Mine könnte für kurze Zeit auch verlustbringend arbeiten. Allerdings wäre ein zeitweiliges Aussetzen der Förderung vielleicht die bessere Idee.

Bei Coeur Mining sollte es nach Ansicht der Experten Überlegungen zu den Abbauplänen geben. Höhere Mineralisierungsgrade könnten gerade in der aktuellen Situation nützlich sein. Von den drei Minen von Endeavour Silver könnten zwei Minen vorübergehend die Förderung einstellen. Nur die Bolanitos Mine kann Preise von weniger als 17 Dollar je Unze schadlos überstehen.

Die Analysten beobachten, dass auch die Unternehmen sich intensive Gedanken machen, wie sie die Zukunft meistern können. Es hängt vieles davon ab, wie schnell sie reagieren. Für die Analysten sind geringe Kostenstrukturen bei möglichen Investitionsentscheidungen von besonderer Bedeutung, darauf sollten Anleger achten.

Sie halten es zugleich für möglich, dass die Branche langsam den Boden erreicht hat. Es gibt erste Zeichen einer Stabilisierung. So bleiben die Investments in Silber-ETFs hoch. Langsam keimt Hoffnung auf, dass die Nachfrage von Investmentseite weiter steigt. Das wäre gut für den Silberpreis und für die Aktien der Silberförderer. Um eine wirkliche Wende auszurufen, muss sich die Situation aber noch weiter stabilisieren. Der Anfang zumindest scheint gemacht zu sein.

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