Der Goldpreis hat im europäischen und asiatischen Handel kräftig abgegeben, nachdem Fed-Chef Ben Bernanke gestern einen ersten Zeitplan für eine mögliche Reduzierung des Anleihekaufprogramms QE3 nannte. Die Analysten der HSBC sehen diese Neuigkeiten zwar ebenfalls als „bearish“ für den Goldpreis an – vor allem kurzfristig –, weisen aber auch darauf hin, dass es einige unterstützende Faktoren gebe.

Die Experten erklärten, dass mit dem sinkenden Goldpreis schon das ganze bisherige Jahr über eine steigende Nachfrage aus den Emerging Markets einhergegangen sei. Der neuerliche Rückgang des Goldpreises könnte nach Ansicht der HSBC deshalb eine positive „Nachfragereaktion“ von Käufen auslösen, die besonders auf den Preis achten. In Shanghai würden für physisches Gold immer noch zweistellige Aufschläge zum Spotpreis gezahlt, was auf eine hohe Importnachfrage hindeute, so die Bank.

Auch die Nachfrage nach Münzen könnte nach Ansicht der Analysten angesichts des Goldpreisrückgangs steigen. Die Münzprägeanstalt U.S. Mint habe im Juni bislang 23.500 Unzen an Goldmünzen verkauft. Das wären nach Berechnung der HSBC zum Ende des Monats dann 39.167 Unzen und damit rund ein Drittel weniger als im Juni 2012. Der schwächere Preis könnte nach Meinung der Bank nun eine erneute Nachfragebelebung auslösen.

Die U.S. Mint habe zudem im Juni bisher rund 2,260 Mio. Unzen an Silbermünzen verkauft. Damit dürften die Gesamtverkäufe bei der bisherigen Rate zum Monatsende 3,766 Mio. Unzen erreichen, was einen Anstieg von 31,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet, so die HSBC. Das könnte nach Ansicht der Analysten den Silberpreis stützen.

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