Der nach Ausstoß zweitgrößte Silberproduzent der USA, Hecla Mining (WKN 854693), wird nach einem schwachen ersten Quartal und dem deutlichen Rückgang des Silberpreises seine Investitionen im laufenden Jahr um 5% senken. Zumal man bei dem Konzern davon ausgeht, dass der realisierte Verkaufspreis pro Unze weiter fallen wird.

Hecla hat im ersten Quartal 2013 einen Umsatzrückgang von 16% auf 76,5 Mio. USD verbucht und liegt damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld im Schnitt mit 94,78 Mio. USD Umsatz gerechnet hatten. Zurückzuführen ist die negative Entwicklung vor allem auf den gesunkenen Silberpreis bei gestiegenen Kosten.

Wie das Unternehmen nämlich erklärte, ging der durchschnittlich im Verkauf erzielte Preis pro Unze Silber in den ersten drei Monaten 2013 um 21% auf 28,86 USD je Unze zurück. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte CEO Phillips Baker, dass sich der Verkaufspreis stark am Spotpreis orientiere und der sei seit Ende des ersten Quartals nun einmal gefallen, sodass im zweiten Quartal mit einem erneut niedrigeren realisierten Silberpreis pro Unze zu rechnen sei.

Bergbaufirmen weltweit stehen unter erheblichem Druck, ihre Kosten zu senken, um den volatilen Rohstoffpreisen, steigenden Arbeitskosten und niedrigeren Metallgehalten zu begegnen. So auch Hecla, das angesichts der sinkenden Metallpreise seine Investitionsaufwendungen für 2013 von 152 auf 145 Mio. USD senkt.

Die Cashkosten des dritten Quartals gab Hecla mit 7,02 USD je Unze an, was fast eine Verdreifachung darstellt. Das ist zum Großteil auf die Wiederinbetriebnahme der Lucky Friday-Mine des Unternehmens zurückzuführen, die nach einem Unfall mit tödlichem Ausgang für rund ein Jahr geschlossen war.

Hecla hält aber weiter an der Prognose von Cashkosten in Höhe von 5 USD pro Unze Silber fest, die man im Februar abgegeben hatte. Denn das Unternehmen geht davon aus, dass die außergewöhnlich hohen Kosten auf Lucky Friday deutlich fallen werden, während die Mine zur vollen Kapazitätsauslastung hochgefahren wird. Dieses Ziel soll dann im dritten Quartal erreicht werden. Dieses Jahr rechnet Hecla mit einem Ausstoß von 2 Mio. Unzen Silber von Lucky Friday.

Allerdings ist einzuschränken, dass Heclas Kosten doch höher ausfallen könnten als erwartet, sollte der Preis für Blei und für Zink weiter schwach bleiben. Das Unternehmen produziert die beiden Metalle als Beiprodukt auf seinen Minen. Allerdings, führte CEO Baker aus, rechne er nicht damit, dass die Arbeitskosten, die den größten Teil der Gesamtkosten ausmachen, in den nächsten Quartalen substanziell steigen werden.

Hecla meldete zudem, dass die Silberproduktion der ersten drei Monate 2013 um 46% auf 1,9 Mio. Unzen stieg, vor allem auf Grund des höheren Ausstoßes auf der Greens Creek-Mine. Auf der finanziellen Seite musste Hecla einen leichten Gewinnrückgang von 12,4 Mio. USD im Vorjahresquartal auf nun 11 Mio. USD verbuchen. Der Gewinn je Aktie lag unverändert bei 4 Cent je Aktie.

Auf bereinigter Basis erzielte Hecla einen Gewinn von 1 Cent pro Aktie, während im Vorfeld befragte Analysten mit 4 Cent je Anteilsschein gerechnet hatten. Auch die Übernahme von Aurizon Mines belastete den Gewinn. Die Akquisition, die sich Hecla rund 774 Mio. USD kosten lässt, dürfte im Juni abgeschlossen werden. Damit erhält Hecla vor allem Zugriff auf die Goldmine Casa Berardi.

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