Gold: Buy in May - und sei geduldig!

Es gibt ein altes Börsenbonmot: "Sell in May and go away", frei übersetzt: Verkaufe im Mai und schaue erst einmal eine Weile nicht auf den Markt. Bei den Goldaktien hat der Markt diesmal nicht bis zum Mai mit der Verkaufswelle gewartet. Während am Aktienmarkt die Kurse zuletzt deutlich in die Höhe geschossen sind, haben Goldaktien immense Verluste eingefahren. Der Abwärtstrend des Edelmetalls und der Goldaktien läuft gegen starke Argumente, die eigentlich für ein Investment in das Gold sprechen, unter anderem die andauernde europäische Finanzkrise.

Für Bob Moriarty ist die Schwäche der Goldwerte nur eine temporäre Phase. Der Goldmarktexperte sieht mit den Augen eines antizyklischen Investors auf den Markt. Nach der Rallye von Aktienindizes wie dem Dow Jones oder auch anderen Aktienmarktbarometern kann sich Moriarty gut vorstellen, dass sich das Blatt zugunsten der Goldaktien wenden wird. Was steigt, wird fallen, und umgekehrt, lautet die Losung des Goldspezialisten. Und was tief fällt, so wie das Gold zuletzt bzw. insbesondere viele Goldaktien, steigt anschließend hoch.

Behält Moriarty Recht, könnte das alte Börsenbonmot: "Sell in May and go away" für Goldaktien die völlig falsche Vorgehensweise sein. "Buy in May", kaufe im Mai, wäre passender. Denn, das steht für den Edelmetallexperten fest, wir haben eine Finanzkrise, während zugleich die Bewertungen vieler Goldaktien auf einem extrem niedrigen Niveau liegen. Wer vor diesem Hintergrund seine Positionen räumt, verpasst Chancen, glaubt Moriarty.

Tatsächlich sind die Ereignisse in Europa und hier insbesondere in Zypern für den Marktbeobachter ein wichtiges Argument für Edelmetalle wie Gold und Silber. Die Teilenteignung von Kunden zyprischer Banken müsse Anleger weltweit in Alarmstimmung versetzen, glaubt Moriarty. Das Signal, das von Zypern ausgehe, sei, dass Gelder bei Banken in Gefahr seien. Es gebe daher keine Gründe, so Moriarty, mehr Geld als unbedingt nötig auf Bankkonten zu unterhalten.

Bei den Alternativen für eine Geldanlage sieht der Edelmetallexperte vor allem Gold und Silber führend. Die beiden Rohstoffe seien wichtige Versicherungen gegen das Finanzchaos, das Moriarty an den Märkten erkennt. Hinzu kommen seiner Meinung nach weitere Krisenfaktoren bis hin zu einer möglichen militärischen Konfrontation auf der koreanischen Halbinsel. Andere Marktbeobachter sehen auch in dem neuen Inflationierungsprogramm der japanischen Notenbank ein starkes Argument für steigende Goldpreise, denn das Land startet quasi ein zweites "Quantitative Easing", mit dem die Fed seit geraumer Zeit die US-Wirtschaft stützt. "QE" gilt am Markt als einer der wesentlichen Faktoren für die Goldpreishausse der vergangenen Jahre, die allerdings seit September 2011 stockt.

Moriarty nennt zudem einige Favoriten, die wir ihnen gerne etwas näher vorstellen wollen

Eines der Papiere, das Moriarty zufolge unbegründet unter die Räder gekommen ist, ist die Aktie von Tembo Gold. Der Titel hat in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich an Wert verloren – und das, obwohl sich beim Unternehmen nichts zum Negativen verändert hat, wie der Experte bemerkt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kanadier haben in den vergangenen Wochen diverse gute Nachrichten präsentieren können. Bei Explorationsarbeiten wurden hohe Goldmineralisierungen gefunden. Zudem, und das ist in der katastrophalen Finanzmarktlage für junge Explorationsunternehmen bemerkenswert, hat das Unternehmen noch vor wenigen Wochen eine Million Dollar im Rahmen einer Platzierung von Aktien und Optionsscheinen bei Investoren einsammeln können.

Das gelingt derzeit nicht allzu vielen Gesellschaften, ist im sehr problematischen Marktumfeld quasi eine Auszeichnung für Chancen und Qualität. Das wichtigste Projekt des Goldunternehmens ist vielversprechend. Tembo Gold ist in Tansania tätig. Der ostafrikanische Staat, vor allem für den Berg Kilimandscharo und den tierreichen Serengeti-Nationalpark bekannt, ist nach Südafrika und Ghana eine der wichtigsten Regionen für die Goldförderung auf dem Kontinent. Tembos gleichnamiges Goldprojekt liegt in der Nähe der großen Bulyanhulu-Goldmine des African-Barrick-Konzerns und weist, wie letzte Bohrergebnisse zeigen, hohe Goldmineralisierungen auf. Überraschend ist dies nicht, denn das Tembo-Vorkommen liegt auf einem Gesteinsgürtel, der seinen Goldreichtum bereits vielfach bewiesen hat. Vor diesem Hintergrund bezeichnet Goldexperte Moriarty den Preisverfall der Tembo-Aktie auch als irrational.

Ein anderes Unternehmen, dessen Aktie zuletzt stark gefallen ist und das von Bob Moriarty erwähnt wird, ist Moneta Porcupine Mines. Die Gesellschaft aus Kanada will zukünftig am Markt unter dem Namen Windjammer Gold auftreten. Man ist im Timmins Camp aktiv, einer Region in Kanada, die traditionell durch den Goldbergbau geprägt ist und viele hochkarätige Vorkommen hervor gebracht hat – und das über mehrere Generationen. Ein großes Bergwerk in der Region ist zum Beispiel die Porcupine-Mine von Goldcorp, die Unternehmensangaben zufolge im Jahr 2013 bis zu 280.000 Unzen Gold fördern soll. Vorteil der Region ist ihre hohe politische Stabilität und das sichere Umfeld, in dem sich auch Moneta Porcupine Mines bewegt. Nicht zu vergessen sind zudem die exzellenten Bedingungen bei der Infrastruktur vor Ort.

Das Unternehmen hält im Timmins Camp eine Reihe von Lizenzen und kann bereits Ressourcenschätzungen nach dem kanadischen Qualitätsstandard NI 43-101 vorlegen. Man weist 1,09 Millionen Unzen Gold in der Kategorie "indicated" sowie weitere 3,2 Millionen Unzen in der Kategorie "inferred" aus. Die Projektbedingungen, auch was die Infrastruktur angeht, sind hervorragend. Ende 2012 hatte die Gesellschaft mehr als 9 Millionen Dollar cash in den Kassen, nachdem man im Dezember mehr als 8 Millionen Dollar im Rahmen einer Finanzierung einsammeln konnte. Im Vergleich dazu die Marktkapitalisierung des Unternehmens an der Börse in Kanada: Knapp 27,1 Millionen Dollar. Das sei vor dem Hintergrund der Ressourcen und der Region, in der Moneta Porcupine Mines tätig ist, schlicht verrückt, so Moriarty.

Man muss nicht immer auf andere Kontinente reisen, um Rohstoffunternehmen bei der Arbeit zu besuchen. Eine Fahrt beispielsweise nach Serbien reicht aus. Hier haben zum Beispiel die Jointventure-Partner Freeport-McMoRan und Reservoir Minerals einen absoluten Top-Fund bei Bohrungen auf einem Kupferprojekt gemacht. Inklusive anderer Metalle findet sich hier ein Kupferäquivalent von mehr als 18 Prozent auf einer Länge von über 47 Metern, auf mehr als 291 Meter sind es mehr als 7 Prozent.

Solche und andere Top-Funde freuen auch ein Unternehmen in der Nachbarschaft, denn es zeigt die Potenziale, die in der Gegend um Bor in Serbien zu finden sind. Das Unternehmen ist Mundoro Capital, dessen Bewertung laut Moriarty absurd niedrig ist. Für die Aktionäre der Gesellschaft, die eine ganze Reihe von Explorationsprojekten verfolgt, wird es in den kommenden Monaten interessant. Mundoro will ein Bohrprogramm mit 4.000 Metern Gesamttiefe auf den Liegenschaften in der serbischen Bor-Region durchführen. Angesichts der Weltklasse-Resultate nebenan und einer der größten europäischen Kupferminen in der Gegend darf man gespannt auf die Ergebnisse blicken. Ende 2012 hatte die Company rund 16 Millionen Dollar cash, derzeit beläuft sich die Marktkapitalisierung an der kanadischen Börse gerade einmal auf etwas mehr als 12 Millionen Dollar.

Ein Favorit Moriartys ist die Aktie von Novo Resources. Das Unternehmen ist in der australischen Pilbara-Region auf der Suche nach Gold. Was Moriarty bei der Company überzeugt, ist das Projekt Marble Bar. Dies könnte eine der nächsten großen Entdeckungen im Goldsektor sein, glaubt der Rohstoffexperte. Er sieht Parallelen zum südafrikanischen Witwatersrand-Goldvorkommen, das bei der Entstehung der Stadt Johannesburg und in Südafrikas Goldbergbaugeschichte eine große Rolle spielte. Der Unterschied ist, dass Novo auf einem noch größeren Schatz sitzen könnte, glaubt Moriarty. Das Projekt exploriert die Gesellschaft gemeinsam mit der Creasy Group, hinter der der australische Milliardär Mark Creasy steckt, einer der profiliertesten und erfolgreichsten Spürnasen für neue Vorkommen.

Zuletzt im Fokus standen bei Novo Resources allerdings Arbeiten an dem zweiten Pilbara-Goldprojekt, Beatons Creek. Hier hat die Gesellschaft gerade eine erste Ressourcenschätzung nach NI 43-101 vorgelegt. In wenigen Monaten hat man damit aus einem Konzept eine erste bemerkenswerte Ressource geschaffen. 0,421 Millionen Unzen Gold sind bisher in der Kategorie "inferred" eingestuft. Doch das dürfte nur der Anfang sein, weitere Neuigkeiten von diesem Projekt sind zu erwarten.

Nach einem Besuch in Kambodscha sieht Moriarty in der Angkor Gold Corp. einen interessanten Wert. Das asiatische Land hat sicherlich kaum jemand auf der Liste, wenn es um Rohstoffe geht. Tatsächlich aber nehmen Bodenschätze für den Staat im Außenhandel vor allem mit den USA eine wichtige Rolle ein. Ohnehin ist der Außenhandel für das Land enorm wichtig, zugleich gibt es in dem Land noch große Regionen, die zum einen reich an verschiedenen Rohstoffen sein dürften, zum anderen bisher kaum erforscht sind. Das ergibt für die hier tätigen Explorationsunternehmen gute Chancen.

Angkor Gold Corp. ist so eine Gesellschaft. Das kanadische Unternehmen sei günstig bewertet und mache gute Fortschritte, so der Experte. Tätig ist die Gesellschaft in den Regenwäldern des Landes und sucht dort nach dem Edelmetall, den der Unternehmensname repräsentiert. Zudem sind auf den Projekten Kupfer und Molybdän zu finden. Dabei nutzt man unter anderem die Aktivitäten der Termiten vor Ort und nimmt aus den Hügeln der Insekten Bodenproben. Das ist nicht nur erfolgreich, sondern geht auch mit einem Bruchteil der sonst üblichen Kosten für solche Bodenproben vonstatten.

Um Bohrungen kommt natürlich auch die Angkor Gold Corp. nicht herum, Explorationsarbeiten auf den verschiedenen Projekten des Unternehmens laufen, auf die Ergebnisse darf man gespannt sein. Zusätzliche Chancen bringt eine Kooperation mit einem indischen Unternehmen, die der Gesellschaft unter anderem 10-prozentige Royalty-Zahlungen aus dem Goldprojekt Phum Syarung sichert, sobald dieses in Produktion geht.

Selbst beteiligt ist Moriarty nach eigenen Aussagen an der Gesellschaft Northern Lion Gold Corp. Das Unternehmen ist zwar ebenfalls in Kanada beheimatet, die operativen Aktivitäten finden aber in Europa statt. Zurzeit konzentriert man sich auf Gold-Kupfervorkommen auf Zypern. Dabei haben die Kanadier nach Aussagen von Moriarty im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht, diese seien aber vom Markt weitgehend ignoriert worden. Tatsächlich notiert Northern Lion Gold derzeit an der kanadischen Börse mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal rund 2 Millionen Dollar. Allerdings gehört die Company zu der Gruppe von Unternehmen, die kaum noch Cash auf der Hand haben, ist somit zurzeit als sehr risikoreich einzustufen.

Doch das könnte sich ändern, spekuliert Moriarty. Die Gesellschaft hat sich zuletzt mit Centerra Gold einen großen Namen der Branche ins Boot geholt. Der Partner wird laut Absprachen, die Northern Lion Gold Anfang April veröffentlicht hat, unter anderem Explorationsarbeiten im Wert von 3 Millionen Dollar innerhalb dreier Jahre übernehmen. Im Gegenzug erhält Centerra an einer Reihe von Explorationslizenzen 51 Prozent der Anteile. Investiert der Partner weitere 3 Millionen Dollar, steigt der Anteil auf 70 Prozent. Alternativ bilden beide Unternehmen ein Joint Venture, an dem Northern Lion Gold mit 49 Prozent beteiligt sein wird. Centerra habe die Finanzkraft, um Northern Lion Gold voran zu bringen, so der Goldexperte.

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