Kolumne von Martin Siegel

Hoeneß' Märchenstunde

Der Goldpreis erholt sich im gestrigen New Yorker Handel von 1.456 auf 1.468 $/oz. Heute Morgen zieht der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter an und notiert aktuell mit 1.474 $/oz um etwa 21 $/oz über dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit seitwärts.

Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

"Die Hoeneß-Beichte": Hoeneß spricht offen über seine Zockerei an der Börse: "Das wurde heftiger, als alle an der Börse spielten, zur Zeit der großen Internetblase. Als diese Blase platzte, fuhr ich schwere Verluste ein, ich war richtig klamm". "Exzessiv sei es mit einem Kredit des früheren Adidas-Chefs Robert Louis Dreyfus geworden, der ihm zu dieser Zeit mehrere Millionen auf das Schweizer Konto überwiesen habe". "In den Jahren 2002 bis 2006 habe ich richtig gezockt, ich habe teilweise Tag und Nacht gehandelt, das waren Summen, die für mich heute auch schwer zu begreifen sind, diese Beträge waren schon teilweise extrem. Das war der Kick, das pure Adrenalin". "Über seinen Ausstieg aus der Börsen-Zockerei erklärt Hoeneß: Ich habe zu viele Verluste gemacht. Ich konnte nicht mehr so viel zocken. Und dann kam 2008 die Finanzkrise, und dann ging es endgültig in den Keller". "Gegen fünf Millionen Euro wurde der Haftbefehl außer Kraft gesetzt". "Hoeneß: "Es musste alles ganz schnell gehen, wir wickelten das über das Konto des Anwalts ab. Ich wies meine Bank an, das Geld zu überweisen".
Kommentar:
1. An der Börse wird gezockt.
2. Wir haben Mitleid mit Hoeneß, der schwere Verluste eingefahren hat.
3. Wer Verluste an der Börse macht, kann keine Steuerhinterziehung begehen.
4. Warum gibt es keine Steueraffäre Dreyfus, mit dessen Krediten der klamme Hoeneß gezockt hat?
5. Wenn Hoeneß schwere Verluste mit geliehenem Geld eingefahren hat und danach nicht mehr so viel gezockt hat, woher kommen dann die 5 Mio Euro für die Kaution, die ganz schnell verfügbar waren?


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis kann der Goldpreis bei einem stabilen Dollar kräftig zulegen (aktueller Preis 36.286 Euro/kg, Vortag 35.500 Euro/kg). Am 18.07.11 hatte der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach heutiger Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Wegen der fehlenden Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und den Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der negativen Berichterstattung in den letzten Monaten wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem Ausverkauf der letzten Tage ab sofort wieder mit einer stabileren und ruhigeren Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift "Smart-Investor", Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.

Silber zieht an (aktueller Preis 23,04 $/oz, Vortag 23,40 $/oz). Platin steigt (aktueller Preis 1.504 $/oz, Vortag 1.469 $/oz). Palladium legt zu (aktueller Preis 697 $/oz, Vortag 682 $/oz). Die Basismetalle entwickeln sich seitwärts.

Der New Yorker Xau-Goldminenindex verliert 0,1 % oder 0,1 auf 107,2 Punkte. Bei den Standardwerten verliert New Gold 1,8 %. Yamana erholen sich 2,7 % und Barrick 1,9 %. Bei den kleineren Werten fallen Victoria 7,5 %, Sandspring 7,3 % und Banro 5,1 %. Wesdome ziehen 9,8 %, Gabriel 8,5 % und Chesapeake 7,8 % an. Bei den Silberwerten gibt United 18,2 % ab. Wildcat kann 5,4 % zulegen.

Die südafrikanischen Werte entwickeln sich im New Yorker Handel nachgebend. Harmony fallen 3,4 % und Gabriel 3,1 %.

Die australischen Goldminenaktien entwickeln sich uneinheitlich. Bei den Produzenten erholen sich Stone 50,0 %, Focus 6,3 % und St Barbara 5,4 %. Kingsgate fallen 7,4 %, Resolute 5,6 % und Medusa 4,7 % (Vortag -9,2 %) zurück. Bei den Explorationswerten erholen sich Signature 33,3 %, Golden Rim 13,6 %, Legend 12,5 % und PMI 11,4 %. Bassari gibt 6,7 % nach. Die Metallwerte zeigen sich wenig verändert.


Stabilitas Fonds

Der Stabilitas Pacific Gold+Metals Fonds (A0ML6U) verliert 1,4 % auf 69,43 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Focus (+6,3 %), Gold Road (+6,1 %) und St Barbara (+5,4 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Kingsgate (-7,4 %), Resolute (-5,6 %) und Medusa (-4,7 %). Der Fonds dürfte heute stärker als der Xau-Vergleichsindex nachgeben.

Auf Sicht der letzten 5 Jahre erreicht der Fonds den 21. Platz von 42 Edelmetallaktienfonds: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=5Y&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR.

In der Auswertung zum 30.04.13 bricht der Fonds um 28,6 % ein und verliert damit stärker als der Xau-Vergleichsindex, der um 21,7 % zurückfällt. Seit dem Jahresbeginn fällt der Fonds mit einem Verlust von 38,7 % hinter den Xau-Vergleichsindex zurück, der um 32,1 % nachgibt. Das Fondsvolumen fällt im April parallel zu den Kursverlusten zurück. Dabei konnte der Fonds in dem aktuell sehr schwachen Umfeld sogar marginale Zuflüsse verzeichnen.

Gewinn im Jahr 2007: 12,5 %
Verlust im Jahr 2008: 63,5 %
Gewinn im Jahr 2009: 131,1 % (bester Goldminenfonds)
Gewinn im Jahr 2010: 81,3 % (zweitbester Goldminenfonds)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 14,0 %
Verlust im Jahr 2013: 38,7 %

Im Januar 2013 erhält der Fonds zum dritten Mal in Folge den Fund Award der Zeitschrift Euro/Euro am Sonntag – für das Jahr 2012 als zweitbester Goldminenfonds im 3-Jahreszeitraum.

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Silber & Weissmetalle (A0KFA1) verliert 2,2 % auf 32,03 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Wildcat (+5,4 %) und Hochschild (+2,8 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Silvercrest (-3,1 %), Impact (-2,9 %) und Kimber (-2,9 %). Der Fonds dürfte sich heute parallel zum Hui-Vergleichsindex seitwärts entwickeln.

Auf Sicht der letzten 3 Jahre arbeitet sich der Fonds auf den 7. Platz von 69 Fonds nach oben: http://www.onvista.de/fonds/performance.html?TIME_SPAN=3Y&DIA=ABS&TYPE_FUND=72&FOCUS=5584&SELECTED_ID=EUR

In der Auswertung zum 30.04.13 verliert der Fonds mit 21,6 % etwas weniger als der Hui-Vergleichsindex, der um 22,4 % zurückfallt. Seit dem Jahresbeginn ergibt sich ein Verlust von 32,0 %, der etwas besser als der Verlust des Hui-Vergleichsindex mit einem Minus von 34,1 % ausfällt. Das Fondsvolumen fällt im April parallel zu den Kursverlusten von auf 21,4 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2007: 5,9 %
Verlust im Jahr 2008: 75,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 47,9 %
Gewinn im Jahr 2010: 60,3 % (zweitbester Rohstofffonds 2010, Euro und Euro am Sonntag)
Verlust im Jahr 2011: 27,3 %
Verlust im Jahr 2012: 3,7 %
Verlust im Jahr 2013: 32,0 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold+Resourcen (A0F6BP) verliert 2,3 % auf 26,43 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Gold Road (+6,1 %), St Barbara (+5,4 %) und Oceana (+4,1 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Kingsgate (-7,4 %), Saracen (-3,2 %) und Mincor (-3,1 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den Xau-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 30.04.13 bricht der Fonds mit einem Verlust von 29,1 % stärker ein als der Xau-Vergleichsindex, der um 21,7 % zurückfällt. Seit dem Jahresbeginn erhöht sich der Verlust auf 37,2 % und liegt damit höher als der Verlust des Xau-Vergleichsindex (-32,1 %). Das Fondsvolumen fällt parallel zu den Kursverlusten auf 2,8 Mio Euro zurück.

Gewinn im Jahr 2006: 47,0 %
Verlust im Jahr 2007: 19,3 %
Verlust im Jahr 2008: 64,4 %
Gewinn im Jahr 2009: 12,4 %
Gewinn im Jahr 2010: 21,8 %
Verlust im Jahr 2011: 30,9 %
Verlust im Jahr 2012: 20,1 %
Verlust im Jahr 2013: 37,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Gold & Resourcen Special Situations (A0MV8V) verliert 2,0 % auf 28,34 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Pacific Ore (+9,5 %), Focus (+6,3 %) und Millennium (+5,3 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Crucible (-16,7 %), Gladiator (-9,1 %) und Mt Magnet (-6,3 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den TSX-Venture Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 30.04.13 verliert der Fonds 23,5 % und entwickelt sich damit schlechter als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 13,2 % zurückfällt. Seit dem Jahresbeginn verliert der Fonds mit 27,2 % mehr als der TSX-Venture Vergleichsindex, der um 20,0 % zurückfällt. Das Fondsvolumen fällt im April parallel zu den Kursverlusten auf 1,6 Mio Euro zurück.

Verlust im Jahr 2008: 73,9 %
Gewinn im Jahr 2009: 73,1 %
Gewinn im Jahr 2010: 87,4 % (bester Rohstoff- und Energiefonds, Handelsblatt)
Verlust im Jahr 2011: 22,3 %
Verlust im Jahr 2012: 37,1 %
Verlust im Jahr 2013: 27,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Der Stabilitas Growth-Small Cap (A0LF6K) verliert 3,1 % auf 14,84 Euro. Die besten Fondswerte sind heute Focus (+6,3 %), Gold Road (+6,1 %) und St Barbara (+5,4 %). Belastet wird der Fonds durch die Kursrückgänge der Kingsgate (-7,4 %) und Saracen (-3,2 %). Der Fonds dürfte heute leicht gegen den Hui-Vergleichsindex nachgeben.

In der Auswertung zum 30.04.13 bricht der Fonds um 31,1 % ein und verliert damit deutlich mehr als der Hui-Vergleichsindex, der um 22,4 % nachgibt. Der Verlust seit dem Jahresbeginn erhöht sich damit auf 40,2 % womit der Fonds hinter den Hui-Vergleichsindex zurückfällt der einen Verlust von 34,1 % verzeichnet. Das Fondsvolumen gibt parallel zu den Kursverlusten von 1,7 auf 1,2 Mio Euro nach.

Verlust im Jahr 2008: 58,6 %
Gewinn im Jahr 2009: 17,7 %
Gewinn im Jahr 2010: 29,2 %
Verlust im Jahr 2011: 50,7 %
Verlust im Jahr 2012: 24,7 %
Verlust im Jahr 2013: 40,2 %

Hinweis: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Meldung vom 04.02.13: Der Stabilitas Growth-Small Cap konnte trotz der extrem schwachen Entwicklung seit Ende 2007 und dem aktuellen Desinteresse für kleinere Wachstums- und Explorationswerte für die Stabilitas Fonds-Familie gerettet werden. Der Fonds ist jetzt täglich handelbar und darf seit dem 29. Januar 2013 in Deutschland vertrieben werden. Es ist zu erwarten, dass auf dem aktuellen Tiefpunkt der Stimmung für diese Werte nur extrem antizyklisch orientierte Investoren Interesse für den Fonds haben werden. Der Anlageschwerpunkt des Fonds wurde von den Explorationswerten auf Wachstumswerte verschoben. Außerdem wurden einige liquide Werte beigemischt, um der täglichen Handelbarkeit gerecht zu werden. Die wahre Qualität des Fonds dürfte sich erst bei einer längeren Aufwärtsbewegung zeigen, wenn die Wachstums- und Explorationswerte wieder in den Focus der Anleger rücken.

Der Stabilitas Uran & Energie (A0LFPC) wurde zum 31.03.13 liquidiert. Nach einer Zwischenausschüttung am 29.02.12 wurden noch 1,11 Euro für die P-Tranche und 1,18 Euro für die I-Tranche ausgeschüttet, s. http://www.ipconcept.com/fdsdocs/pub/pub-lu0278436620-2013-04-03.pdf.

Der Stabilitas Soft Commodities (A0LFPD) wurde zum 31.03.13 liquidiert. Nach einer Zwischenausschüttung am 29.02.12 wurden noch 4,00 Euro für die P-Tranche und 4,38 Euro für die I-Tranche ausgeschüttet, s. http://www.ipconcept.com/fdsdocs/pub/pub-lu0278435739-2013-04-03.pdf.

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