Der niedrigere Goldpreis, gestiegene Kosten sowie ein Produktionsrückgang haben dem kanadischen Goldproduzenten Agnico-Eagle Mines (WKN 860325) im ersten Quartal einen Gewinnrückgang beschert. Agnicos CEO Sean Boyd erklärte, dass 2013 für sein Unternehmen ein „Aufbaujahr“ sei, da man sich darauf vorbereite, in den nächsten Quartalen zwei neue Minen zur Produktion zu bringen. Die ersten drei Monate dieses Jahres seien dementsprechend gelaufen wie erwartet und man liege weiterhin im Plan, um die Produktionsprognose für 2013 zu erfüllen.

Die liegt nach wie vor bei 970.000 bis 1,1 Mio. Unzen Gold. Allerdings rechnet Agnico jetzt mit Cashkosten von 735 bis 785 USD pro Unze, während man zuvor von 700 bis 750 USD ausging. Damit sollten die so genannten All-In-Kosten der Produktion bei Agnico 2013 bei 1.110 USD je Unze liegen.

Im ersten Quartal erzielte das in Toronto ansässige Unternehmen einen Goldausstoß von 236.975 Unzen nach 242.628 Unzen im ersten Quartal 2012. Die Silberproduktion lag mit 1,215 Mio. Unzen ebenfalls unter den 1,251 Mio. Unzen des Vorjahres. Auch der Zinkausstoß sank gegen über dem Vorjahresquartal von damals 13.032 auf jetzt noch 6.999 Tonnen. Die Kupferproduktion gab Agnico mit 1.067 Tonnen an nach 1.293 Tonnen in den ersten drei Monaten 2012.

Auf der positiven Seite konnte CEO Boyd melden, dass man bei der Inbetriebnahme der Goldminen Goldex und La India schneller vorankomme als gedacht. Goldex soll bereits im vierten Quartal 2013 die Produktion aufnehmen und La India im ersten Quartal 2014 folgen. Laut Boyd sollten diese beiden Minen einen gewichtigen Beitrag zum Wachstum des Unternehmens liefern.

Agnico meldete für das erste Quartal zwar einen Rekordanlagendurchsatz von der Meadowbank-Mine, musste aber gleichzeitig bekannt geben, dass die geplante Wartung an der Mühle auf der Kittila-Mine mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als gedacht. Das dürfte zu einem Produktionsausfall von 10.000 bis 15.000 Unzen auf das Jahr gerechnet führen, hieß es.

Auf der finanziellen Seite meldete Agnico-Eagle für den aktuellen Berichtszeitraum einen Nettogewinn von 23,9 Mio. Dollar oder 4 Cent pro nach 78,55 Mio. Dollar oder 46 Cent pro Anteilsschein im gleichen Zeitraum 2012. Allerdings kamen einige sich negativ auswirkende einmalige Posten zusammen. Ohne diese liegt der bereinigte Nettogewinn bei 53,6 Dollar oder 31 Cent pro Aktie.

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