Erkennbare Auswirkungen der Goldpreiskorrektur

Die starke Korrektur des Goldpreises in den letzten Tagen hat schlagartig Vieles am Markt verändert. So berichtet zum Beispiel Mark Bristow, Vorstand des afrikanischen Goldproduzenten Randgold (LSE:RRS ), dass er Kapital für den Erwerb kleinerer Produzenten oder Unternehmen mit guten Liegenschaften bereit gestellt hat. Randgold selbst hat sich erst jüngst bei der in der demokratischen Republik Kongo angesiedelten Kilo Goldmines (TSX-V:KGL) eingekauft. Als nächstes beabsichtigt Randgold ein Joint Venture in Senegal mit Goldstone Resources (LSE:GRL) einzugehen.

Vorstand Bristow sagt, dass Unternehmen mit gutem Cash in der Kasse die Gelegenheiten nutzen, um kleinere Unternehmen, die am schwierigen Markt kaum Geld für den Fortbestand erhalten, entweder gänzlich übernehmen oder sich zumindest mehrheitlich an ihnen beteiligen werden, um für die Zukunft weitere Ressourcen für den eigenen Fortbestand aufweisen zu können.

Was für Randgold gilt, gilt auch für alle anderen großen und kapitalkräftigen Unternehmen. Sie gehen auf Einkaufstour.

Aber nicht nur bei den Unternehmen zeichnet sich das erwartete Bild ab. Interessant sind auch die weltweiten Goldkäufe, die seit der starken Korrektur sprunghaft angestiegen sind.

Die Nachfrage in den typischen Käuferländern Indien und China stieg in der vergangenen Woche enorm an. So meldete der Direktor der chinesischen Chow Sang Sang Holding Internatonal Ltd., dass alleine in Macauarea und Hong Kong die Goldverkäufe vergangene Woche um 150% gestiegen sind.

Vor Ginza Tanaka, einem Edelmetallgeschäft in Tokyo, meldete Reuters Warteschlangen von 3 Stunden, um das begehrte Metall kaufen zu können.

Nicht anders in Perth ( Westaustralien ), wo Nigel Moffat, Direktor der "Münze Perth" vermeldete, dass der Verkauf vergangene Woche um 100% gegenüber dem der Vorwoche gestiegen sei.

Auch in Indien zeigt sich das gleiche Bild. Rajesh Exports, ein indisches Handelshaus, vermeldete eine Umsatzsteigerung beim Verkauf auf das 10-fache gegenüber der Vorwoche.

Indien selbst hat in dem per März abgeschlossenen Handelsjahr 2012 einen Gesamtkauf von Gold in Höhe von 38 Milliarden USD bekannt gegeben.

Auch der Fernsehsender Al Jazeera berichtete über die sprunghaft angestiegenen Goldkäufe der Bevölkerung und stellte in seinem Beitrag in Aussicht, dass sich dies auch in den nächsten Monaten so fortsetzen könnte, da Gold in Indien nach wie vor oberste Priorität besitzt.

Was hat sich nun tatsächlich geändert?

Am Aktienmarkt ist die Gefahr für Altaktionäre größer geworden, durch Übernahmen zu tiefen Aktienkursen im derzeit ausgebombten Markt, kein positives Ergebnis seines Investments mehr einfahren zu können.

Der Stellenwert des Goldes gegenüber der Papierwährung ist durch die erkennbare Nachfrage einmal mehr unterstrichen worden.

Wir wollen daraus keine Rückschlüsse auf kommende Entwicklungen ableiten, aber wenn Staaten und Privatkäufer in dieser Korrektur massiv die Bestände aufstocken, dann dürfte auf Sicht der Goldpreis noch nicht an sein Ende gelangt sein.

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