Kolumne von Ingrid Heinritzi

Kongo mit großem Potenzial

Nach dem Nahen Osten ist Afrika die am schnellsten wachsende Region weltweit. Rund 5 Prozent wuchs das Bruttoinlandsprodukt durchschnittlich in den letzten zehn Jahren.

Afrika ist ein Kontinent des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Analysten von Goldman Sachs sehen gute Chancen für ein Wachstum um die 7 Prozent in der Zukunft. Besonders der Kongo ist dabei wegen seiner Rohstoff-Vorräte interessant und auch weil dort noch lange nicht so viel exploriert wurde wie beispielsweise in einigen westafrikanischen Staaten.

Doch es gibt auch Wermutstropfen. Die Demokratische Republik Kongo hat Anfang April die Ausfuhr von Kupfer- und Kobalt-Konzentraten verboten. Der zuständige Bergbauminister Martin Kabwelulu gab den Unternehmen 90 Tage bevor das Verbot in Kraft tritt. Und das obwohl der Kongo in 2012 der weltweit achtgrößte Kupfer-Produzent war. Und bei der Kobalt-Produktion stand das afrikanische Land sogar global an erster Stelle. Den größten Kupferproduzenten der Erde Freeport McMoRan dürfte dies nicht betreffen, da das Unternehmen das geförderte Kupfer bereits im Land verarbeitet. Was das von Freeport McMoRan produzierte Kobalt angeht, so müssen wohl erst noch Beweise erbracht werden, dass das geförderte Kobalt bereits ein fertiges Produkt ist. Es sei anzunehmen, dass die Regierung mit ihrer Aktion gegen kleine Unternehmen, die ohnehin ihr Erz oft nicht genau angeben, damit vorgehen will, so Marktexperten.

Betrachtet man die Landkarte Afrikas aus volkswirtschaftlicher Sicht, so fällt auf, dass Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo im Vergleich zu den anderen afrikanischen Ländern noch großes Aufholpotenzial haben. Das Wirtschaftswachstum wird durch groß angelegte Verbesserungen in politischen und sozial-ökonomischen Bedingungen gefördert. Die Reformen werden sicher weitergehen, davon wird das rohstoffreiche Land profitieren und immer interessanter für die Anleger werden.

Sicherlich wird das Wachstum durch Bergbau-Projekte unterstützt werden. Auch Gold sollte dazu beitragen, auch wenn das gelbe Metall aktuell stark in die Knie gegangen ist.

Ein Goldgürtel zieht sich vom Osten des Kongo bis nach Tansania. Dort gibt es große Goldminen wie Bulyanhulu von African Barrick Gold und extrem aussichtsreiche neue noch nicht entwickelte Projekte wie das angrenzende Explorationsgebiet von Tembo Gold. Auch im Kongo dürften vermehrt solche Erfolgsgeschichten kommen.Vorausgesetzt die Regierung vergrault nicht die Bergbaukonzerne. Immerhin hat das Land eine Gold-Historie, denn schon 1931 wurde in Namoya Gold gefördert.

Heute sind Randgold und Anglogold Ashanti die bekanntesten im Kongo aktiven Konzerne. Doch auch kleinere lassen sich von den relativ schwierigen Gegebenheiten nicht abhalten. Banro und Regal Resources sind Beispiele. Letztere verfügen zum Beispiel über ein sehr Kongo-erfahrenes Management. Durch ihre ehemals leitenden Positionen beim Kupfer-Konzern Tiger Resources dürften sie auch die Risiken im Kongo gut im Blick haben.

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