Die Experten der Commerzbank sind unverändert positiv für den Goldpreis eingestellt. Man rechnet unter anderem damit, dass die niedrigen Preise die physische Nachfrage anziehen lassen. Der Preissturz war kurz und schmerzvoll: Die Feinunze Gold hat innerhalb weniger Tage reichlich an Wert verloren und ist von 1.590 Dollar auf bis zu knapp 1.322 Dollar gefallen. So tief stand die Unze zuletzt Anfang 2011, als der Preis bis auf 1.308 Dollar abgesackt war. In einer Unterstützung oberhalb von 1.308/1.315 Dollar hat das Edelmetall aber wieder Fuß gefasst. Am Mittwochvormittag notiert der Goldpreis zwischen 1.375 Dollar und 1.386 Dollar.

Ohnehin könnte der Preisrutsch übertrieben sein, wenn die Experten der Commerzbank Recht behalten. Die Analysten hatten sich jüngst bereits nach hohen Geldabflüssen im ersten Quartal aus börsengehandelten Investmentvehikeln wie ETFs bullish für das Edelmetall gezeigt. Mit ihrem antizyklischen Ansatz waren sie aber zu früh am Markt und wurden durch erneute hohe Abflüsse in den vergangenen Tagen überrascht.

Dennoch rechnen die Experten weiter mit steigenden Notierungen für das Gold. Die fundamentalen Gründe dafür seien intakt. Das niedrige Preisniveau könnte die physische Nachfrage nach Gold vor allem von Seiten der Notenbanken und aus den Schwellenländern anheizen. Zugleich belasten die niedrigen Preise das Angebot. Hinzu kommt unter anderem die nun sehr stark expansive Politik der japanischen Notenbank, die ebenso wie die Fed aus den USA Unmengen an Liquidität in den Markt pumpt – quasi ein japanischen „Quantitative Easing“. Zwar sei wohl eine Bodenbildung nötig, so die Commerzbank, aber dann gebe es sehr gute Chancen für ein Comeback des Edelmetalls.
 

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