Die Entwicklung der Feinunze Gold in den vergangenen Monaten reißt niemanden jubelnd vom Hocker außer ein paar Bären. Doch das Blatt kann sich wenden, glaubt die Commerzbank. Seit September 2011 (!) findet der Goldpreis immer wieder einen Boden in einem Bereich oberhalb von 1.522/1.533 Dollar. Dies gilt möglicherweise auch für die Abwärtsbewegung, die die Feinunze des Edelmetalls im Oktober 2012 bei 1.796 Dollar gestartet hat. Bei 1.540 Dollar liegt das Verlaufstief. Ein jüngster Versuch, den Trend zu wenden, ist fehlgeschlagen, am Donnerstagmorgen pendelt der Goldpreis um 1.555/1.560 Dollar und damit am oberen Ende der eingangs genannten breiten Unterstützungszone.

Die Marktbeobachter der Commerzbank rechnen mit einem möglichen Comeback des Goldpreises. Die Abwärtsbewegung der Feinunze sei angesichts milliardenschwerer Abflüsse aus dem Goldsektor, zum Beispiel den Exchange Traded Funds, in ruhigen Bahnen verlaufen, heißt es in einem täglichen Marktkommentar der Bank. Der Pessimismus um den Goldpreis wird als Kontraindikator angesehen.

Ohnehin muss man sich fragen, ob die Angst vor einem Ende des Quantitative Easing in den USA zu groß ist: Zum einen hat Japan ein aggressives Inflationierungsprogramm gestartet, zum anderen waren die letzten US-Arbeitsmarktzahlen alles andere als ein Grund zum Jubeln für die Politik. Es ist daher durchaus möglich, dass die Fed das geldpolitische Gaspedal länger als erwartet durchtreten muss.
 

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