Die Escondida-Mine in Chile, die größte Kupfermine der Welt, wird ihre Produktion Schritt für Schritt steigern, bis sie sich 2015 – für den Rest des Jahrzehnts – bei 1,3 Mio. Tonnen pro Jahr stabilisiert. Das jedenfalls sind die Pläne von Mehrheitseigner BHP Billiton (WKN 908101). Für das laufende Geschäftsjahr, das zu drei Vierteln beendet ist, geht der weltweit größte Bergbaukonzern von einer Produktionssteigerung von 20% auf Escondida aus. Und wie es aus dem Unternehmen heißt, liegt man dabei bislang im Plan. Der Ausstoß der Mine legte im vergangenen Jahr um 31,6% auf rund 1,076 Mio. Tonnen zu. Vor allem da die Verarbeitung besser lief und die Gehalte stiegen. 2011 hatte noch ein Streik den Betrieb auf Escondida belastet.

BHP und Wettbewerber Rio Tinto (WKN 852147), der Konzern hält 30% an der Mine, haben bereits Pläne im Wert von 4,5 Mrd. Dollar abgesegnet, mit deren Hilfe der Ausstoß auf der Mine erhöht werden soll. Da das Angebot von Escondida und anderen großen Minen steigen dürfte, glaubt man bei BHP, dass es möglich ist, dass auf dem globalen Kupfermarkt ein Überschuss entsteht.

Zudem beobachten die Marktteilnehmer nervös, wie sich die – zurzeit eher schwächelnde – Kupfernachfrage aus China, dem größten Konsumenten des roten Metalls, entwickelt. Man setzte weiterhin alle vereinbarten Lieferungen nach China ab, so BHP. Es werde wohl Phasen unterschiedlich starker Nachfrage geben, so der Konzern weiter, doch sollte die Kupfernachfrage sich besser entwickeln als die für Stahl oder ähnliches.

BHP ist zwar zuversichtlich, was die Zukunft von Escondida angeht, sieht aber die Entwicklung in Chile, dem größten Kupferproduzenten weltweit, wesentlich kritischer. Hohe Energiepreise, mangelndes Personal und der schwierige Zugang zu Wasser in der Atacama-Wüste würden Chiles Konkurrenzfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Und das könne geplante Investitionen in dem Land gefährden, so BHP.

Da der Bergbau sehr Energie intensiv ist, ist die Branche besonders verärgert über die hohen Strompreise. Pläne für den Bau eines Wasserkraftwerks und Damms in Patagonien und mit Kohle betriebener Kraftwerke in der Atacama-Wüste, sehen sich auf Grund von Sorgen um die Umwelt hohen juristischen Hürden gegenüber und haben einige Rückschläge erlitten, was angesichts der weiter steigenden Preise die Regierung Chiles unter Druck setzt.

Man könne immer noch keine wirklichen Fortschritte in Bezug auf die Errichtung neuer Kraftwerke erkennen, so BHP. Der Konzern allerdings hat Pläne für ein eigenes 400 Mio. Dollar teures Gaskraftwerk mit einer Leistung von 540 Megawatt, die man bereits im November bei der Umweltbehörde Chiles eingereicht hatte. BHP hofft, die Genehmigung nun in Kürze zu erhalten.
 

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