Der kanadische Industriemetallproduzent First Quantum Minerals (WKN 904604) hatte eigenen Angaben zufolge am vergangenen Freitag bereits 60,12 Mio. Aktien und damit 85,5% der ausstehenden Aktien des Konkurrenten Inmet Mining (WKN 873251) sicher. Damit ist die feindliche Übernahme nun so gut wie perfekt. Insgesamt hatte First Quantum rund 5,1 Mrd. CAD für den Wettbewerber und dessen Cobre Panama-Projekt geboten.

First Quantum erklärte, man habe alle angebotenen Aktien akzeptiert und werde die resultierenden Zahlungen bis Mittwoch leisten. Zudem wird das Unternehmen seine Offerte bis zum 1. April verlängern, um es den verbleibenden Inmet-Aktionären zu ermöglichen, ihre Aktien auch noch anzubieten.

Die Inmet-Aktionäre sollen 72 CAD pro Aktie in bar oder First Quantum-Aktien erhalten oder eine Kombination aus beidem. Im Oktober hatte First Quantum 62,50 CAD geboten und die Offerte im November auf 70 CAD erhöht.

Angesichts von für dieses Jahr nun zu erwartenden Umsätzen von mehr als 3,5 Mrd. Dollar und einem strategischen Plan, bis 2018 mehr als 1,3 Mio. Tonnen Kupfer pro Jahr zu produzieren, will First Quantum dann zum größten reinen Kupferproduzenten weltweit und unter die fünf größten Kupferproduzenten überhaupt aufsteigen. Der Konzern rechnet mit einem jährlichen Anstieg der Kupferproduktion von mehr als 20% mindestens im nächsten Jahrzehnt.

Eine der ersten Maßnahmen des fusionierten Unternehmens wird eine detaillierte Prüfung von Inmets Cobre Panama-Projekt sein, um festzustellen, wie das Projekt, dessen Kosten auf 6,2 Mrd. CAD geschätzt werden, so effizient wie möglich fertig gestellt werden kann. Die Mine sollte die Kupferproduktion von Inment bis 2018 um 176% steigen lassen.

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