Noch pumpt die US-Notenbank FED Monat für Monat bis zu 85 Milliarden Dollar in den Markt um Anleihen aufzukaufen. Ganz langsam könnte jedoch ein Ende absehbar sein, so das Ergebnis einer Umfrage. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat in den vergangenen Tagen 46 Experten befragt, wie es mit der Geldpolitik der US-Notenbank FED weitergehen wird. Übereinstimmend glauben die Experten, dass sich daran zunächst nichts ändern wird. Ab dem vierten Quartal 2013 könnte die monatlich investierte Summe jedoch langsam zurückgefahren werden. Bis dahin sollte die Arbeitslosenrate von derzeit 7,7 Prozent auf 7,3 Prozent sinken. Das könnte ein Zeichen sein, dass die ganz großen Maßnahmen nicht mehr nötig sein werden.

FED-Chef Ben Bernanke hat mehrfach betont, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt seine Entscheidung beeinflussen wird. 55 Prozent der befragten Experten gehen aber davon aus, dass das Ende der Aufkaufpolitik erst im ersten Halbjahr 2014 starten wird.

Doch auch dann wird das Aufkaufprogramm nach Meinung der Experten nicht in einem Schritt auf Null gefahren. Von Sitzung zu Sitzung wird die FED die Aktionen prüfen und diese wahrscheinlich Schritt für Schritt reduzieren. So soll auch ein zu großer Schock verhindert werden. Gleichzeitig bleibt die FED so flexibel genug, um auf neue Veränderungen zu reagieren.

Neben der Arbeitslosenquote gilt die Inflationsrate als entscheidendes Indiz für das Ende des „quantative easings". Diese liegt derzeit bei rund 1,2 Prozent. Jeder Wert bis 2 Prozent ist für die Notenbank absolut in Ordnung.

Auch die neuen Zahlen zu Hausbauten in den USA haben Einfluss auf die FED-Entscheidung. Hier zeigt sich ein deutliches Anziehen. Die Zahl der Baugenehmigungen hat sich im Februar um 4,6 Prozent auf 946.000 Stück erhöht. Das ist der höchste Wert seit fast fünf Jahren und zeigt, so die Banker, dass ihr Programm erfolgreich war.

Die jüngsten Protokolle der FED-Sitzungen machen deutlich, dass auch unter den Bankern Uneinigkeit herrscht, wann die Anleihenkäufe reduziert werden sollen. Schon im Dezembertreffen war eine zweigeteilte Meinung zu hören. Damals wollte mancher Verantwortliche schon Mitte 2013 mit der Reduzierung der Aufkäufe beginnen. Zuletzt war zu hören, dass die FED die Geschwindigkeit an die Situation anpassen wolle. Auch hier zeigt sich somit flexibles Handeln.

Auch die Goldbranche schaut mit Spannung auf die Entscheidungen der FED. Hängt davon doch auch ab, wie sich der Goldpreis und die Goldnachfrage entwickeln werden.
 

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