Kolumne von Ingrid Heinritzi

Düngemittel brauchen Kalisalz

Die Preise für Kalisalz könnten nun einen Boden finden. Dies würde die Kalisalz-Produzenten, die in 2012 zu den Verlierern gehörten, freuen.

Für die Dünger-Herstellung ist Kalisalz unerlässlich und im Zuge der steigenden und immer wohlhabenderen Weltbevölkerung und der schrumpfenden Ackerfläche ein wichtiger Rohstoff. Nachdem der Preis für Kalisalz in den letzten drei Jahren um bis zu etwa 60 Prozent nach oben gegangen ist, haben China und Indien den Abbau im eigenen Land forciert beziehungsweise mit dem Kauf gewartet. Indien besitzt im Gegensatz zu China kaum Kali-Vorkommen.

Die Kalisalz-Produzenten schöpfen nach einer schwachen Nachfrage im letzten Quartal 2012 wieder Hoffnung. Besonders wichtige Verträge mit China und Indien sind verantwortlich für die positivere Stimmung der Branchenanalysten, nachdem in den letzten Monaten die Nachfrage von diesen Ländern mager war.

Indien unterzeichnete vor wenigen Tagen einen Halbjahres-Liefervertrag mit Canpotex für 1,1 Millionen Tonnen zu einem Preis von 400 US-Dollar je Tonne, etwas unter dem aktuellen Marktpreis. So gehen die Branchenkenner davon aus, dass die Preise in 2013 kaum unter 400 bis 420 US-Dollar fallen werden und dass auch die Zeit der schwachen Nachfrage aus China beendet sei. So äußerten auch K+S, viertgrößter Hersteller weltweit, sowie der Marktführer PotashCorp, dass sie für 2013 von einer deutlichen Nachfragesteigerung ausgehen.

Im Januar diesen Jahres stiegen auch die Kali-Exporte nordamerikanischer Hersteller um 13 Prozent gegenüber den Vormonat und um 38 Prozent gegenüber dem Januar 2012. Die Vorräte dieser Produzenten sind jedoch hoch. Zwar fielen die Lagerbestände im Januar um 1,3 Prozent, andererseits ist die Förderung hoch, so dass die Vorräte um 29 Prozent größer sind als der 5-Jahres-Durchschnitt. Eine wachsende Nachfrage ist also durchaus notwendig, damit die Kali-Preise nicht fallen.

Kalisalz-Projekte werden in China, Russland und Kanada vorangetrieben. Dabei ist aber zu bedenken, dass die Entwicklung einer Kali-Produktionsstätte extrem teuer ist und auch vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nimmt. In Manitoba, Kanada ist beispielsweise Western Potash im Geschäft. Nachbar ist BHP Billiton. Auch Agrium, ein kleinerer Produzent, besitzt dort Explorations-Genehmigungen. Wenige Kilometer entfernt liegt die Rocanville-Kalisalzmine von PotashCorp.

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