Rohstoff- und Minenexperte James Crombie sucht mit seinem Unternehmen Dunav Resources Metall-Lagerstätten in Serbien. Das Potenzial scheint gegeben. Im Interview zeigt der Dunav-CEO die Chancen an den Metallmärkten auf.

Kürzlich hat der serbische Kupferproduzent RTB Bor angekündigt seine Kupferproduktion 2013 um 30 Prozent auf 42.230 Tonnen zu erhöhen. Dabei sollen mehr als 7 Millionen US-Dollar Nettogewinn herausspringen. Für weitere Expansionsstufen plant Bor zudem Investitionen von 330 Millionen Dollar. Dies zeigt, dass der bisher einzige Kupferproduzent Serbiens viel von dem Potenzial des Landes hält. Die Bergbau freundliche Regierung will zudem ausländische Investitionen fördern. Gesellschaften wie Dunav Resources (ISIN: CA2648441012) nehmen die Gelegenheit wahr, mit als Erste das Potenzial des Balkan-Landes zu heben. Dunav-Chef James Crombie, seit Jahrzehnten in der Branche als Investmentbanker und Bergbaumanager aktiv, steht Rede und Antwort zu der Entwicklung auf den Metallmärkten, sowie den Voraussetzungen für den Bergbau in Serbien und speziell seines Unternehmens.

Frage: Mr. Crombie, die Volkswirtschaften in den USA und Chinas fassen wieder Fuß. Denken Sie, dass die Industriemetalle von dieser Entwicklung weiter profitieren werden?

James Crombie: So wie die wirtschaftliche Aktivität zunimmt, werden zweifellos die Industriemetalle und deren Preise profitieren. Wir haben den Anfang dieser Phase in den vergangenen Wochen bereits gesehen, mit stärkeren Preisen bei fast allen Metallen, selbst bei Aluminium, das ein hohes strukturelles Angebotsplus aufweist.

Der stärkste Antrieb wird weiterhin China sein, obwohl sich auch in den USA die sich festigenden Nachfrage fortsetzt. Dafür ist der verbesserte Häusermarkt ausschlaggebend. Auch andere Schwellenländer stehen für eine anziehende Nachfrage. Selbst der nördliche Teil der Europäischen Union hat Anzeichen von zumindest etwas verbesserten wirtschaftlichen Aktivitäten gezeigt. Also sieht es so aus, dass die Nachfrageseite das Tal durchschritten hat und das sollte weiterhin eine Unterstützung für die Preise bieten.

Frage: Doch höhere Preise könnten doch ein höheres Angebot nach sich ziehen.

Crombie: Auf der Angebotsseite befinden wir uns in einem frühen Stadium des Zyklus. Und es wird noch eine ganze Zeit vergehen, bevor neue Minen in Produktion gehen werden und zusätzliches Angebot anbieten werden. Obwohl eine ganze Reihe von Projekten dieses Angebot befriedigen könnten, sind sie jedoch noch nicht entwickelt. Finanzierung, Verzögerungen bei Umweltbewilligungen und Verzögerungen bei Konstruktion und Bau wird auf die kurze Frist zusätzliches Angebot aus neuen Minen begrenzen. Daher sehen die Voraussetzungen zumindest in den nächsten Jahren sehr gut für die Industriemetalle aus.

Frage: Welche Metalle sind am aussichtsreichsten?

Crombie: In der Reihenfolge meiner Präferenz sind dies Kupfer, dann Blei und Zink, danach Nickel und zuletzt Aluminium.

Frage: Wie sehen Sie zudem Gold in diesem Umfeld?


Crombie:
Beim Gold bin ich gemäßigt optimistisch im kurz- bis mittelfristigen Bereich. Alle wichtigen Volkswirtschaften der Erde, seien es die USA, Europa oder Japan, befinden sich in irgendeiner Form von strukturellen Problemen. Das führt zu einem Wettbewerb der Währungsabwertungen. Von den Aussagen der US-Notenbank oder der Bank of Japan kann man nicht entnehmen, dass sich das bald ändern wird. Im aktuellen Umfeld der niedrigen Zinsen sollte sich daher Gold relativ gut entwickeln. Auch sollte gesagt werden, dass mit der aktuellen Politik der neuen japanischen Regierung, den Yen zu schwächen, der sogenannte Carry-Trade von Yen zu Gold zurück ist. Das sollte im physischen Markt Unterstützung bieten.

Frage: Mit Dunav Resources sind Sie in Serbien aktiv. Ist der Balkan eine gute Bergbau-Region? Wie sind Ihre Erfahrungen in Serbien?

Crombie: Dunav Resources hat mit seinen Projekten in Serbien große Explorations-Erfolge. Unsere Projekte liegen im westlichen Teil des Tethyan-Mineralgürtels, der ausgezeichnete Niveaus von Mineralisierungen aufweist. Beispiele sind Olympias und Skouries in Griechenland, Ada Tepe und Chelopech in Bulgarien sowie einige Lagerstätten in der Türkei. Serbien selbst hat auch schon eine lange Bergbautradition, besonders für den Kupferabbau in der Bor-Region. Unsere Erfahrungen in Serbien sind bisher positiv. Das Land besitzt eine gute Minengesetzgebung aufgrund der Bergbau-Historie. Die Regierung stand bisher unseren Aktivitäten hilfreich gegenüber. Die Regierung hat als Ziel ausgegeben, den Bergbauanteil an der serbischen Volkswirtschaft von einen Anteil von 2 Prozent auf einen Anteil von 5 Prozent zu erhöhen. Um dies zu schaffen, müssen sie ausländische Direktinvestitionen in den Minensektor Serbiens fördern.

Frage: Die jüngsten Neuigkeiten von Dunavs Exploration waren recht gut. Was könnte als Nächstes kommen?

Crombie: Dunavs Aktivitäten werden sich kurzfristig weiter auf den Explorationserfolg bei der Bakrenatja-Epithermal-Entdeckung fokusieren. Von dort kamen kürzlich einige exzellente Bohrergebnisse. Wir sind über die Aussichten dort sehr aufgeregt. Zusätzlich werden wir auf dem Degrmen-Lizenzgebiet Bohrungen niederbringen. Das dortige Gebiet erscheint ähnlich unserer Tulare-Lagerstätte. Bei Tulare wiederum werden ebenfalls Bohrungen und Anlagenbau weitergehen.

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