Kolumne von Ingrid Heinritzi

Edelmetalle beim Super-Bowl

Silber, Gold und Diamanten werden nächstes Wochenende beim Super-Bowl verteilt werden.

Als Preise für eines, wenn nicht des weltweit größten Einzelsportereignisses, dem Super-Bowl in den USA, winken gegen Ende der Woche der von Tiffany & Co. im Wert von 25.000 US-Dollar hergestellte Siegerpokal, die Vince-Lombardi-Trophy. Die Einzelspieler der Siegermannschaft dieses American-Football-Spektakels erhalten Ringe aus Gold und Diamanten.

Genauso wenig wie der Sieger für dieses Sportereignis mit Sicherheit vorausgesagt werden kann, genauso schwierig ist es genaue Zahlen für den Goldpreis in 2013 zu nennen. Jedoch kann bei beiden aufgrund feststehender Tatsachen und Vermutungen doch versucht werden mit einer größtmöglichen Trefferquote Aussagen in Richtung Zukunft zu treffen.

Im Januar bewegte sich der Goldpreis zwischen rund 1650 und 1675 US-Dollar je Feinunze. Vor etwa 15 Monaten befand er sich auf dem Höchststand bei 1921 US-Dollar. Heute ist er noch ungefähr sechs mal höher als vor zehn Jahren. Im Jahre 2001 mussten gar nur 256 US-Dollar für die Unze berappt werden. Ob der Goldpreis weiter steigen wird, das ist die entscheidende Frage für die Investoren. Bei Anlegern, die eher pessimistisch für die Schuldenkrise der Staaten eingestellt sind, spielt der aktuelle Goldpreis oder der Preis in ein, zwei Monaten eine untergeordnete oder gar keine Rolle. Denn diese wollen nur eine Absicherung für Teile ihrer Ersparnisse, wenn der Systemzusammenbruch doch kommen sollte. Doch davon wollen wir nicht ausgehen.

Positiv für eine weitere Entwicklung des Goldpreises ist nun einmal die Tatsache, dass zwar immer noch das wirtschaftliche Wachstum und die finanzielle Stabilisierung nicht gesichert sind, doch allen Unkenrufen zum Trotz das moderne Finanzsystem nicht zusammengebrochen ist. Jüngst konnten die Banken in Europa sogar mehr Geld aus den ehemals gezahlten Beihilfen zurück führen als gedacht. Das hat einen leichten Optimismus für Euroland aufkommen lassen und die Investoren kommen zurück zum alten Kontinent.

Das stärkt den Euro und damit schwächelt der US-Dollar. Doch wenn der Dollar schwächer tendiert, dann steigt in der Regel der Goldpreis. Dieser Tage ist das nicht der Fall. Warum? Die Optimisten überwiegen zumindest kurzfristig auch in den USA und anderen Staaten. Wer Gold als Spekulation und nicht als Absicherung ins Depot genommen hat, denkt dieser Tage zumindest über einen Verkauf nach. Das ist verständlich, denn wer schon länger investiert ist, sitzt auf hohen Gewinnen.

Grundsätzlich müssen jedoch die Fundamentaldaten betrachtet werden, denn Gold ist ein Vermögenswert, ist eine Ware und ein Wirtschaftsgut. Angebot, Nachfrage der Investoren, Gold als Schmuck, in der Industrie und die Nachfrage der Zentralbanken beispielweise sind solche Faktoren. Die Mehrheit der Finanzanalysten gehen davon aus, dass die Zentralbanken auch in 2013 weiterhin fleissig große Mengen Gold kaufen werden.

Dass in den USA das Repräsentantenhaus zugestimmt hat, die Frist für die Anhebung der Schuldenobergrenze auf Mitte Mai zu verschieben, ist auch keine langfristige Lösung, sondern nur eine zeitlich Hinauszögerung des Problems. So dürfte Gold früher oder später als sicherer Hafen auch weiter gefragt sein. Das lässt so manche Kursvorhersage von 2000 Dollar je Unze und mehr noch im laufenden Jahr nicht mehr so skuril erscheinen wie die abbröckelnden Goldkurse derzeit vormachen mögen.

Wie an dieser Stelle vergangene Woche beschrieben, ist sicherlich die 200-Tage-Durchschnittslinie ein Knackpunkt für die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises. Diese verläuft bei 1663 US-Dollar. Aktuell notiert der Goldpreis leicht darunter. Doch das tat er in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal. Sollte der Goldpreis 1647 Dollar nicht unterschreiten, könnte sich sogar eine starke Konsolidierungsformation entwickeln. Über 1700 Dollar käme daraus der Ausbruch. Doch unter 1647 spätestens 1645 Dollar gibt es ein klares Verkaufssignal. Dann dürfte die Konsolidierung noch einige Monate länger dauern. Doch langjährige Goldfans wissen: Auch in der Gold-Hausse 1968 bis 1980 gab es herbe Rückschläge bis zu sogar 50 Prozent. Wer damals ausharrte oder klug auf der Welle mit Verkauf und Wiedereinstieg surfte, konnte noch weit mehr herausholen. Doch dies ist dann Spekulation und nicht mehr die Absicherung, die konservative Anleger mit Gold eingehen wollen.

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