Vor einigen Tagen hat die US-Münzprägeanstalt (US Mint) den Verkauf der beliebten Silbermünze „Silver Eagle“ vorläufig einstellen müssen. Die Nachfrage war zu hoch, im laufenden Jahr hatte man rund 6 Millionen der beliebten Münzen abgesetzt. Man hatte schlichtweg nicht mehr genug Silber auf Lager, um neue Münzen zu prägen. Eine neue Lieferung soll am Monatsende oder Anfang Februar eintreffen. Erst dann kann der Verkauf wieder aufgenommen werden.

Jetzt meldet die nächste Münzprägeanstalt in Nordamerika ähnliche Probleme. Die kanadische Münzprägeanstalt erlebt einen Ansturm auf ihren „Maple Leaf“. Man ist zwar noch nicht ausverkauft, die Bestände neigen sich jedoch dem Ende zu. Daher gibt es in einem ersten Schritt Verkaufsbeschränkungen für die kanadische Silbermünze. Einzig die mexikanische Münzprägeanstalt (Casa de Moneda de Mexiko) meldet noch keine Probleme, sie kommt den Wünschen der Kunden in vollem Umfang nach.

Zwar ist es normal, dass am Jahresanfang besonders viele Sammler und Investoren die frischen, neuen Münzen erwerben. Doch ein solcher Run ist mehr als ungewöhnlich. Experten sehen darin den Wunsch von Investoren, sich mit alternativen Anlagen einzudecken. Somit ist nicht mehr nur Gold im Fokus des Anlegerinteresses, Silber wird ebenfalls wiederentdeckt. Solche Engpässe hat es auch schon zu früheren Zeiten gegeben. Meist folgte danach ein klarer Anstieg des Silberpreises. Ausgeschlossen ist eine solche Entwicklung auch diesmal nicht.