Kolumne von Ingrid Heinritzi

Mehr Autos - mehr Palladium-Nachfrage

Die steigende Nachfrage nach Autos erhöht den Bedarf nach Palladium, denn dieses Metall ist wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Katalysatoren.

Mit der Aussicht, dass sich die globale Konjunktur erholt – auch wenn offizielle Stellen die Prognose für das Welt-Wirtschaftswachstum 2013 nach unten korrigiert haben, sollte die Zukunft für den Palladium-Preis rosig aussehen. Um so mehr da es so aussieht, als ob sich der negative Einfluss der Eurokrise und der US-Finanzklippe abschwächt.

Nachdem seit zwei Jahren das Angebot an Palladium nicht mit der Nachfrage mithalten kann, erwarten beispielsweise die Experten der Deutschen Bank für 2013 die gleiche Situation, also ein Defizit auf diesem Edelmetallmarkt.

Rekordautoverkäufe sind ein Grund, denn von der Autoindustrie wird dieser Rohstoff vor allem gebraucht, wobei besonders China, Indien und andere Schwellenländer steigende Autoverkaufszahlen aufweisen. Doch auch in den USA wurden zuletzt soviel Autos verkauft wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Und da in den USA vor allem Benzinmotoren favorisiert werden und Palladium das Katalysatormetall für Benzinmotoren-Katalysatoren ist, bedeutet auch dies eine enorme Palladium-Nachfrageerhöhung.

Dies wiederum gleicht auch die zurückgegangenen Verkaufszahlen in Europa und Japan mehr als aus. So wird insgesamt eine um 4 Prozent höhere Nachfrage von der Autoindustrie erwartet. In 2012 wurden mehr als 80 Millionen Autos produziert, ein Rekord, mit steigender Tendenz.

Für die übrige industrielle Nachfrage erwarten die Deutsche Bank-Rohstoffexperten einen Nachfrageanstieg um zwei Prozent.

Die amerikanische Großbank Morgan Stanley geht sogar davon aus, dass es mindestens bis 2017 weniger Palladium geben wird, als benötigt wird. Proteste südafrikanischer Minenarbeiter gab es in 2012 und könnten auch in 2013 auftreten, was wieder zu einem geringeren Produktionsausstoß führen würde.

Auch setzen die Anleger erkennbar vermehrt auf das weiße Metall. Den Preis für Palladium sehen verschiedene Experten für 2014 in etwa zwischen 770 und 950 US-Dollar. Der Rekord lag bei 1125 US-Dollar im Jahre 2001.

Palladium kommt vor allem aus Russland und Südafrika. In 2011 hat Russland mit seinen Vorräten fast die Hälfte de Welt mit dem Metall versorgt. Wie hoch die Reserven Russlands sind, ist nicht bekannt, aber es gibt bereits Vermutungen, dass die Vorräte sich dem Ende zu neigen.

Wie bei Gold und Silber gibt es auch bei Palladium mittlerweile ETCs (Exchange Traded Commodities, eine Art Zertifikat), die mit physischem Metall hinterlegt sind. Wer an Palladium glaubt, für den dürfte dies eine gute Depotbeimischung ergeben.

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