Kolumne von Björn Junker

Strategie bezweifelt: Analysten hinterfragen Alamos Gold-Offerte für Konkurrenten Aurizon

Die kanadische Alamos Gold (WKN 257506) produziert kostengünstig im Tagebau in Mexiko, Aurizon Mines (WKN 876086) hingegen hat bei seiner Untertageproduktion in Quebec höhere Kosten. Das bedeutet, eine offensichtliche strategische Übereinstimmung ist nicht vorhanden. Und deshalb war die Analystengemeinde auch so überrascht, als Alamos am Montag ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 780 Mio. CAD für Aurizon vorlegte.

Die Experten von TD Securities glauben, dass Alamos einfach die Chance nutzen will, die sich aus der derzeit relativ geringen Marktbewertung von Aurizon ergibt, um sich so eine produzierende Mine in einer Region mit geringem politischen Risiko zu sichern. TD ist der Ansicht, dass diese Akquisition nicht wirklich in die Strategie von Alamos passt, dass aber das Segment der Junior-Produzenten eine Konsolidierung gebrauchen könnte.

Die Analysten von Raymond James sehen die Offerte für Aurizon noch negativer, sie sind der Ansicht, dass Alamos ohne Aurizon seine langfristige Produktion stärker steigern können wird. Außerdem sind sie besorgt angesichts zuletzt auf der Casa Berardi-Mine von Aurizon aufgetretener operativer Probleme. Das erhöhe das Risiko, da Due Diligence-Prüfungen bei feindlichen Übernahmen immer begrenzt seien. Nach Ansicht von Raymond James belastet Alamos mit einer möglichen Übernahme des Konkurrenten seine Wachstumspläne, ohne tatsächlich zusätzliches Wachstum zu gewinnen.

Andere Experten allerdings sind optimistischer. Sie glauben, dass das Angebot die Casa Berardi-Mine fair bewertet und zusätzliches Potenzial von Aurizons Explorationsliegenschaften komme. Zudem werde die Akquisition sicherstellen, hieß es weiter, dass Alamos 2013 und darüber hinaus die Produktion bei mehr als 300.000 Unzen Gold halten kann, während man die Arbeiten an den Entwicklungsprojekten in der Türkei fortsetzt.

Eine andere, wichtige Frage ist, ob es konkurrierende Angebote geben wird. Die Analysten von Loewen Ondaatje McCutcheon sehen das als sehr wahrscheinlich an. Ihr Kursziel für Aurizon liegt bei 6,00 CAD pro Aktie und damit deutlich über dem Angebot von Alamos, das sich auf 4,65 CAD beläuft. Loewen Ondaatje McCutcheon glaubt, dass die jetzige Offerte zu niedrig ist, um Erfolg haben zu können und dass andere Interessenten wie beispielsweise Agnico-Eagle Mines (WKN 860325) oder Iamgold (WKN 899657) auf den Plan treten werden. Die Experten glauben, dass Aurizon nicht für unter 5,00 CAD übernommen werden wird.

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