Kolumne von Björn Junker

Analystenmeinung: BHP Billiton "teuer und überkauft"

Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch habe ihre Bewertung für die Aktie des größten Bergbaukonzerns der Welt BHP Billiton (WKN 850824) gesenkt. Die Experten betrachten die Aktie als "teuer und überkauft". Die in London notierten Aktien des Minengiganten waren zwischen dem 16. November und dem 2. Januar um 18% gestiegen und haben sich mittlerweile um mehr als 30% von ihren Tiefs auf dem Jahr 2012 entfernt. Damit, so die BoA sei BHP mittlerweile sowohl im Vergleich zur eigenen historischen Bewertung als auch im Vergleich zu anderen diversifizierten Bergbaufirmen teuer.

Die aktuelle Bewertung deutet nach Ansicht der Analysten darauf hin, dass BHP derzeit überteuert ist und von vielen Anlegern als sichere, qualitativ hochwertige Quasi-Ölaktie betrachtet werde. Nach Ansicht der Bank of America aber dürfte BHP in einer anhaltenden Rallye des Sektor schlechter laufen als andere Aktien und sei zudem einem Abwärtsrisiko ausgesetzt, sollten die Preise für Eisenerz und/oder Öl wieder sinken.

Die Experten wiesen darauf hin, dass BHP trotz der hohen Bewertung das niedrigste Wachstum des Produktionsvolumens unter den großen diversifizierten Minenfirmen aufweise. Und dabei handele es sich ohnehin um eine Gruppe von Unternehmen, die es schwer haben sollten weiter zu wachsen, so die Bank.

Die Analysten glauben zudem, dass BHP auch in Bezug auf die Dividendenrendite teuer ist, da diese bei dem Konzern nur 3,4% beträgt, während es bei großen Ölgesellschaften 5,1% sind. Zudem habe BHP zuletzt nicht immer die besten Entscheidungen bei der Kapitalverteilung getroffen, so die BoA, und zum Beispiel Abschreibungen auf erst kürzlich erworbene Schiefergas-Assets vornehmen müssen. Nach Ansicht der Experten drohen zudem weitere Abschreibungen in Geschäftsbereichen wie Aluminium oder Nickel.

Die Bank of America Merrill Lynch bewertet BHP nun mit "underperform" und einem Kursziel von 60,80 USD bzw. 1.900 Pence pro Aktie.
 

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