Indien: Berechtigte Sorgen

Die steigenden Zölle auf Goldeinfuhren haben indischen Käufern bereits im vergangenen Jahr die Kauflaune verdorben. Die indische Regierung fürchtet neue Finanzlöcher in ihrem Staatshaushalt und will die Zölle auf Gold daher noch weiter anheben. Im Gespräch ist ein Anstieg von 4 Prozent auf 6 Prozent. Das löste eine Protestwelle bei den Betroffenen aus. Experten warnten zudem davor, dass der Schmuggel von Gold zunehmen würde.

Aktuelle Statistiken zeigen, dass dies bereits geschehen ist. Von April bis Juni 2012 haben die Zollbehörden rund 200 Schmuggelfälle festgehalten. Das illegal eingeführte Gold hat einen Wert von 170 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor gab es 20 Schmuggelfälle, das Volumen hat sich wertmäßig um mehr als 270 Prozent erhöht. Es steht zu vermuten, dass die Zahlen für das dritte Quartal noch höher ausfallen, da die zweite Jahreshälfte in Indien traditionell die konsumfreudigere Periode ist.

Ein weiteres Problem haben indischen Behörden zwar früh erkannt, sich in dieser Hinsicht jedoch bislang taub gestellt. Es gibt ein Freihandelsabkommen zwischen Indien und Thailand. Laut diesem Abkommen muss aus Thailand eingeführtes Gold nur mit 1 Prozent versteuert werden, ein Traum bei den aktuellen Zollpreisen. Goldhändler in Indien haben dieses Privileg ausgenutzt, die Einfuhr von thailändischem Gold und Goldschmuck nach Indien ist sprunghaft angestiegen. Jetzt versucht die indische Regierung, Gold aus dem Freihandelsvertrag auszuklammern. Zudem wird weiterer Druck auf Importeure ausgeübt, damit sie von ihren Kaufvorhaben ablassen. Es steht zu erwarten, dass das Schlupfloch Thailand für indische Goldkäufer bald geschlossen sein wird. Für den indischen Goldmarkt sind dies keine guten Aussichten.

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